Appenzeller sichern sich fünf Kränze

Am vergangenen Wochenende standen die Appenzeller Schwinger an den vorletzten Kranzfesten in dieser Saison im Einsatz. Dabei rangierten sich deren fünf unter den Kranzgewinnern, wobei die eine oder andere erfreuliche Überraschung zugunsten der Appenzeller ebenfalls zu beobachten war.

  • Martin Roth (rechts) gelingt der Kranzgewinn in der Nordwestschweiz. (Bilder: Lorenz Reifler / Archiv)

    Martin Roth (rechts) gelingt der Kranzgewinn in der Nordwestschweiz. (Bilder: Lorenz Reifler / Archiv)

  • Roman Wittenwiler (rechts) krönt sein Comeback mit dem Kranzgewinn.

    Roman Wittenwiler (rechts) krönt sein Comeback mit dem Kranzgewinn.

  • Thomas Koch (vorne) sichert sich in Ramsen die beste Appenzeller Klassierung.

    Thomas Koch (vorne) sichert sich in Ramsen die beste Appenzeller Klassierung.

  • Sepp Fuster (oben) gewinnt den zweiten Saisonkranz.

    Sepp Fuster (oben) gewinnt den zweiten Saisonkranz.

  • Patrick Schmid (hinten) zwang das Wettkampfglück auf seine Seite.

    Patrick Schmid (hinten) zwang das Wettkampfglück auf seine Seite.

Am Schaffhauser Kantonalschwingfest in Ramsen kürte sich wie erwartet Topfavorit Samuel Giger zum Festsieger. Im Schlussgang bezwang er den Lokalmatador Jeremy Vollenweider bereits beim ersten Angriff.

Wittenwiler mit geglücktem Combeback

Doch auch einige Appenzeller zeigten eine überaus erfreuliche Leistung. Allen voran der Schwellbrunner Teilverbandskranzer Roman Wittenwiler. Da sich die Genesung nach seiner Knieoperation in die Länge zog, verpasste er praktisch die ganze bisherige Saison. Nun stand er am Sonntag wieder im Einsatz und startete gleich verheissungsvoll mit einem Sieg gegen den Zürcher Teilverbandskranzer Roman Schnurrenberger. Die zwischenzeitliche Niederlage gegen den späteren Festsieger Giger brachte ihn nicht aus dem Konzept, und so holte er sich mit vier Siegen, einer Niederlage und einer Punkteteilung verdient das begehrte Eichenlaub.

Als bester Appenzeller klassierte sich allerdings der Gontner Thomas Koch. Nach einer ebenfalls eher schwierigen Saison wäre für ihn im fünften Gang gar eine Schlussgangqualifikation in Reichweite gelegen, welche er aber aufgrund der Niederlage gegen Vollenweider verpasste. Mit einem abschliessenden Sieg sicherte er sich dennoch den guten fünften Schlussrang.

Ebenso feiern konnten zwei weitere Innerrhoder. Patrick Schmid, der in dieser Saison trotz vier Siegen zweimal hinter den Kranzrängen blieb, hatte am Sonntag das Karma diesmal auf seiner Seite. Nebst drei Siegen musste sich Schmid insgesamt dreimal mit einem gestellten Gang zufrieden geben. Unter anderem gelang es ihm aber, dem Thurgauer Eidgenossen Stefan Burkhalter Paroli zu bieten. Aufgrund der eher tiefen Kranzquote schlängelte er sich aber dennoch unter die Kranzgewinner und dürfte somit zumindest etwas Versöhnung mit dem Verpassten gefunden haben.

Fuster schafft Überraschung

Auch Sepp Fuster hatte das Momentum auf seiner Seite. Im sechsten Gang musste er sich mit dem Zürcher Teilverbandskranzer Nicola Wey messen, wobei die Vorzeichen eher für Wey gesprochen hätten. Dennoch gelang dem Appenzeller die Überraschung und somit auch der zweite Saisonkranz.

Im Vorfeld hätte man unter anderem auch die beiden Teilverbandskranzer Andrin Poltera und Reto Koch als mögliche Kranzgewinner erwarten dürfen. Allerdings gelang beiden Schwingern kein optimaler Festverlauf, weshalb sie bereits vor dem sechsten Gang ihre Kranzambitionen begraben mussten. Ähnlich erging es auch dem Neukranzer Dominik Kammermann. Trotz eines soliden Auftritts gelang auch ihm der Sprung unter die Kranzgewinner nicht.

Roth und Schneider sichern sich Kranz

Ebenfalls im Einsatz stand der Herisauer Eidgenosse Martin Roth. Zusammen mit dem Thurgauer Domenic Schneider vertrat er im solothurnischen Deitingen die Nordostschweizer Fahnen am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest. Roth startete mit zwei Plattwürfen gegen Oliver Hermann und Kaj Hügli perfekt in den Wettkampf – und dies zugleich gegen zwei der stärksten Nichteidgenossen der Nordwestschweiz. Leider vermochte er dieses Hoch nicht in die Mittagspause mitzunehmen und verlor im Anschluss sowohl gegen Nick Alpiger als auch im vierten Gang gegen Patrick Räbmatter. Mit dem Rücken zur Wand kehrte Roth aber im Ausstich wieder auf die Siegerstrasse zurück und eroberte sich im Endeffekt mit vier Siegen seinen ersten Teilverbandskranz ausserhalb der Nordostschweiz.

Auf Siegeskurs war auch der zweite Nordostschweizer Vertreter Domenic Schneider, ehe er sich im vierten Gang aufgrund des Gestellten gegen den Berner Matthias Aeschbacher zurückbinden liess und den Schlussgang knapp verpasste. Im Kampf um eine absolute Spitzenklassierung musste er zudem im sechsten Gang gegen Nick Alpiger den Kürzeren ziehen, wobei ihm das Eichenlaub aber dennoch gesichert blieb.

Zum Überraschungssieger kürte sich der Aargauer Eidgenosse Patrick Räbmatter, dem im Schlussgang die Revanche gegen den Berner Adrian Walther gelang. Im ersten Gang musste er gegen denselben Gegner noch als Verlierer vom Platz. Nach einer durchzogenen Saison dürfte dieser Exploit gerade zur richtigen Zeit gekommen und zugleich wohl auch das Karrierehighlight des Schwergewichtes sein. Dank einer abschliessenden Maximalnote schloss allerdings auch der Emmentaler Matthias Aeschbacher zu Räbmatter auf, weshalb sich auch er im geteilten ersten Rang zum Festsieger ausrufen lassen durfte.

Resultate Schaffhauser Kantonalschwingfest Ramsen:
1. Samuel Giger, Ottoberg; 5c. Thomas Koch, Gonten; 6a. Roman Wittenwiler, Schwellbrunn; 8b. Sepp Fuster, Appenzell; 8d. Patrick Schmid, Appenzell (alle mit Kranz) – Nordwestschweizer Teilverbandsfest, Deitingen: 1a. Patrick Räbmatter, Uerkheim; 1b. Matthias Aeschbacher, Rüegsauschachen; 6c. Martin Roth, Herisau; 7a. Domenic Schneider, Friltschen (alle mit Kranz)

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