Appenzeller mit durchzogenem Start

Der Schwingsport steht heute Sonntag ganz im Zeichen des Unspunnenschwingets. Der diesjährige Saisonhöhepunkt wurde mit viel Spannung erwartet, zumal die Ausgangslage noch selten so offen war, wie in diesem Jahr. Zusammenfassend kann erwähnt werden, dass sich die Nordostschweizer in den ersten drei Gängen in der absoluten Spitze halten konnten.

  • Martin Roth (rechts) steht nach drei Gängen mit je einem Sieg, einer Punkteteilung und einer Niederlage zu Buche.  (Archivbild: Lorenz Reifler)

    Martin Roth (rechts) steht nach drei Gängen mit je einem Sieg, einer Punkteteilung und einer Niederlage zu Buche. (Archivbild: Lorenz Reifler)

Bekanntermassen wird erst am Abend abgerechnet, dennoch stehen aktuell die Chancen gut, dass die Nordostschweizer ein Mitspracherecht für den Festsieg haben werden.

Sieben Schwinger mit drei Siegen

Die offene Ausgangslage widerspiegelt sich ebenso in der Tatsache, dass zur Mittagszeit sieben Schwinger drei Siege aufweisen können. Überraschenderweise wird die Zwischenrangliste mit Steven Moser und Benjamin Gapany von zwei Südwestschweizern mit dem Punktemaximum angeführt. Ein Husarenstück gelang insbesondere Gapany im dritten Gang, als er den Innerschweizer Mitfavoriten Pirmin Reichmuth auf den Rücken legen konnte. Doch auch die Nordostschweizer mischen vorne mit. Armon Orlik, Werner Schlegel und Samuel Giger konnten alle ihre Gänge siegreich gestalten. Die absolute Spitzenpaarung des ersten Ganges, Samuel Giger gegen Fabian Staudenmann, entschied der Thurgauer bereits nach kurzer Gangdauer zu seinen Gunsten. Man darf also gespannt sein, welche Spitzenpaarungen das Einteilungsgericht für den vierten Gang zusammenstellen wird. So gute Karten wie die Nordostschweiz hat zum aktuellen Zeitpunkt kein anderer Teilverband, wenngleich noch nichts entschieden ist. Von den Bernern hält insbesondere Adrian Walther deren Fahne hoch, die Südwestschweiz brilliert mit den ersten zwei Spitzenpositionen und auch die Innerschweizer Delegation hat immer noch die Möglichkeit, sich an die Spitze kämpfen zu können.

Appenzeller mit durchzogenem Start

Die Appenzeller Schwinger nahmen mit einem Quintett den Wettkampf auf. Roman Wittenwiler, welcher als zweiter Ersatzschwinger im Aufgebot stand, kam nicht zum Einsatz. Der Auftakt gelang insbesondere Reto Koch, Andrin Poltera und Patrick Schmid nach Wunsch. Das Trio konnte sich gleich zu Beginn einen Sieg notieren lassen. Allerdings wird es an einem Unspunnenschwinget mit jedem Gang nicht einfacher und je zwei Niederlagen waren die Folge. Nun heisst es, im vierten Gang nochmals alle Reserven abzurufen, wenn man den Ausstich erreichen möchte. Die beiden Eidgenossen Martin Hersche und Martin Roth weisen mit je einem Sieg, einer Punkteteilung und einer Niederlage ebenfalls ein identisches Notenblatt auf. Auch für sie gilt es, im Nachmittagsprogramm nochmals alles aus sich herauszuholen. Prinzipiell wäre für alle Appenzeller noch eine Spitzenklassierung möglich. Für dieses Unterfangen wird aber wohl ein Exploit von Nöten sein, denn bei einem Teilnehmerfeld von nur 120 Schwingern wird jede Aufgabe eine Herausforderung sein. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Appenzeller von den erfreulichen Resultaten des Nordostschweizer Teams anstecken lässt und in den noch anstehenden drei Gängen nochmals aufdrehen kann.

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