Ärgerliche Niederlage für UH Appenzell

Das Herren-1-Team des UH Appenzell hat auswärts gegen den UHC Pfannenstiel mit 6:9 verloren. Die Appenzeller konnten zwar über weite Strecken mit dem Zürcher Top-Team mithalten, am Ende waren es jedoch Kleinigkeiten, welche die Niederlage besiegelten.

  • Aushilfsspieler Florian Manser konnte sich bei seiner temporären Rückkehr ins Herren 1 über einen Skorerpunkt freuen. (Bild: Monika Schmid)

    Aushilfsspieler Florian Manser konnte sich bei seiner temporären Rückkehr ins Herren 1 über einen Skorerpunkt freuen. (Bild: Monika Schmid)

Am Samstag, 30. September, gastierten die Appenzeller beim UHC Pfannenstiel. In der letzten Saison hatte Unihockey Appenzell zwar beide Duelle gegen die favorisierten Zürcher verloren, jedoch konnte man bereits damals vermehrt mit dem Gegner mithalten und durchaus Akzente setzen. So wollten die Innerrhoder auch in diesem Spiel alles daransetzen, es dem Gegner so schwierig wie möglich zu machen, ihr eigenes Spiel aufzuziehen und im Gegenzug mit schnellen Kontern gefährlich zu werden.

Diese Zielvorgaben setzten die Appenzeller alsdann grossmehrheitlich sehr gut um. Trotz deutlich mehr Spielanteilen des UHC Pfannenstiel gelang es dem UHA, in der 6. Spielminute durch Dario Fässler den Führungstreffer zu erzielen. Dieser wurde mustergültig von Pascal Frischknecht in Szene gesetzt. Man war sich bewusst, dass das Heimteam sehr gerne mit Ball agiert und immer wieder versuchen wird, die Appenzeller in deren eigene Platzhälfte zurückzudrängen, um dort den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen. Der enorme Druck der Zürcher wurde in der 10. Minute belohnt. Der Ausgleich zum 1:1 war Tatsache. Bis zur ersten Drittelspause gelang den Zürchern ein weiterer Treffer, wobei die Appenzeller umgehend eine Reaktion zeigten und in Person von Jonas Neff den Ausgleich erzielten.

Aufopferungsvoll verteidigt

Das zweite Drittel gestaltete sich als das stärkste der Appenzeller in dieser 1.-Liga-Partie. Obwohl Pfannenstiel nach wie vor mehr Spielanteile hatte, verteidigte der UHA solidarisch, spielte in der eigenen Zone aggressiv und konnte praktisch alle Abschlüsse des Heimteams zunichtemachen. In der 36. Minute markierte Julian Alder sogar den Führungstreffer für die Gäste. Bloss 1 Minute später konnte Fabian Anderegg nachdoppeln. Er sorgte nach Zuspiel vom Herren-2-Aushilfsspieler Florian Manser-Lutz für die erste Zwei-Tore-Führung in diesem Spiel. Mit diesem Vorsprung ging es sodann in die zweite Drittelspause.

Man spürte, dass in dieser Partie definitiv eine Überraschung möglich sein kann. Trotzdem war man sich bewusst, dass die Zürcher den Druck im letzten Spielabschnitt nochmals merklich erhöhen würden. UHA-Coach Mösli appellierte deshalb, weiterhin diszipliniert zu agieren und den Fokus vor allem auf die Defensivarbeit zu legen.

Gastgeber kommen rasch zum 4:4

Leider gelang es den Appenzellern nicht wunschgemäss, diese Vorgaben umzusetzen. Nach nur 5 gespielten Minuten erzielten die Zürcher bereits den Ausgleich zum 4:4. Zu gross war der Druck des Heimteams in dieser Phase, was dazu führte, dass trotz der zahlreichen sehenswerten Paraden von Tormann Michael Inauen immer wieder Bälle gefährlich durch die Appenzeller Box gespielt werden konnten. Obwohl der UHA in Person von Topskorer Julian Alder in der 46. Minute erneut reagieren und die Führung wiederherstellen konnte, drückte das Heimteam weiter auf das Tempo und reüssierte in der 51., in der 52. und in der 57. Minute gleich drei Mal hintereinander. Die Innerrhoder zeigten in diesem entscheidenden Spielabschnitt die schwächste Phase der Partie und liessen den Zürchern zu viel Gestaltungsspielraum in ihren Aktionen. Man hatte bereits vor dem Spiel gewusst, dass solche Nachlässigkeiten umgehend bestraft würden. Als in der 58. sowie in der 59. Spielminute die dritte beziehungsweise die vierte 2-Minuten-Strafe gegen die Appenzeller ausgesprochen wurde, nutzten die Zürcher beide Überzahlsituationen und konnten so die komfortable 9:5-Führung herstellen. Der Treffer von Aldo Blaser in der 60. Spielminute stellte somit bloss noch Resultatkosmetik dar. Die Appenzeller gingen schliesslich mit 6:9 als Verlierer vom Feld.

Erneut zeigte der UH Appenzell über weite Strecken eine sehr gute, ambitionierte Partie. Oftmals gelang es den Appenzellern, das Heimteam durch sehr disziplinierte Defensivarbeit vom eigenen Tor fernzuhalten. Jedoch bestraften sich die Appenzeller wie bereits am vorangegangenen Wochenende durch zu viele unnötige Bankstrafen selbst. So konnte Pfannenstiel Egg vier von neun Toren in Überzahl erzielen.

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