3:0-Sieg im Säntis-Derby

Das Damen-1-Team des UH Appenzell hat ein strenges Doppelwochenende hinter sich. Am Samstag spielten die Innerrhoder NLB-Unihockeyanerinnen in Konolfingen gegen Lejon Zäziwil, am Sonntag gastierten sie bei den Nesslau Sharks.

  • Gegen besser klassierte Teams holten die UHA-Damen aus zwei Spielen drei Punkte. Damit dürfen sie zufrieden in die Weihnachtspause gehen. (Bild: Monika Schmid)

    Gegen besser klassierte Teams holten die UHA-Damen aus zwei Spielen drei Punkte. Damit dürfen sie zufrieden in die Weihnachtspause gehen. (Bild: Monika Schmid)

Das Auswärtsspiel gegen Lejon Zäziwil begann temporeich und mit viel Ballbesitz für die Appenzellerinnen. Die Dominanz der Gäste in den ersten Minuten nutzte Chiara Sonderer nach eineinhalb Minuten zum ersten Tor. Die UHA-Damen hatten das Spielgeschehen bis zur 10. Minute im Griff und erzielten durch Ronja Graf gar das 2:0.

Nach einer unübersichtlichen Situation wurde dem Heimteam plötzlich und unverständlicherweise ein Penalty zugesprochen. Lejon Zäziwil verwertete diesen sehenswert zum Anschlusstreffer und fand danach besser ins Spiel. Allerdings war es wieder die UHA-Spielerin Ronja Graf, die reüssieren konnte: Sie versenkte ihren zweiten Backhandschuss im Tor. Keine Minute später kam Lejon Zäziwil zum Anschlusstreffer und stellte so den Pausenstand auf 2:3.

Ineffizientes Überzahlspiel des UHA

Das zweite Drittel startete, wie das erste geendet hatte: Das Spiel war schnell und geprägt von harten Zweikämpfen. Ein solcher führte zu einer Strafe gegen Unihockey Appenzell, der ersten Strafe des Spiels. Nach nur 20 Sekunden in Unterzahl war diese NLB-Begegnung wieder ausgeglichen. Jetzt ging es Schlag auf Schlag: 2 Minuten später wurde eine Strafe wegen überharten Körpereinsatzes gegen die Bernerinnen ausgesprochen. Die Gäste konnten die Überzahl trotz einiger Chancen aber nicht nutzen. Der gleiche Spielzug, der schon zum 2:3-Anschlusstreffer für Lejon Zäziwil geführt hatte, verhalf den Gastgeberinnen kurz nach Spielhälfte zur erstmaligen Führung. Mit diesem 4:3 ging es in die zweite Pause.
Zu Beginn des dritten Drittels wurde wieder eine Strafe gegen die Bernerinnen ausgesprochen. Doch auch diese Überzahlsituation blieb ungenutzt. Das Spiel war hart umkämpft und weiterhin rasant. Die Entscheide der Schiedsrichter wurden von beiden Equipen nicht immer verstanden. Die Appenzellerinnen rannten nun gegen den Rückstand an und erarbeiteten sich immer wieder Chancen. Das Abschlussglück war in diesem Spiel aber nicht auf ihrer Seite. Das Time-out brachte neue Impulse. Die Innerrhoderinnen versuchten, ohne Torhüterin und mit einer sechsten Feldspielerin den Ausgleich zu erzielen. Nach einer weiteren Strafe gegen Lejon Zäziwil standen gar sechs Appenzellerinnen vier Bernerinnen gegenüber. Doch alle Anläufe brachten keinen Erfolg und die Damen des UHA verloren in Konolfingen knapp mit 3:4.

Solidarisch in der Defensive

Nach der ärgerlichen Niederlage gegen Lejon Zäziwil war die Motivation am Sonntag umso grösser. Die Frauen wollten auswärts gegen die Nesslau Sharks die drei Punkte und damit das Säntis-Derby gewinnen. So starteten die Appenzellerinnen druckvoll ins Spiel. Der Ball war hauptsächlich in ihren Reihen. Schon nach wenigen Minuten trafen sie zum ersten Mal die Torumrandung. Wie am Tag zuvor war es Chiara Sonderer, die das 1:0 markieren konnte. 1 Minute vor Ende des Drittels verhängten die Schiedsrichter eine Strafe gegen Unihockey Appenzell. Am Pausenresultat änderte diese jedoch nichts.
Auch zu Beginn des zweiten Drittels wehrten sich die Gäste erfolgreich zu viert gegen die Nesslauerinnen. Bei nummerischem Gleichstand entwickelte sich ein munteres Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten. Gegen Ende des Drittels bauten die Toggenburgerinnen vermehrt Druck auf das Appenzeller Tor auf und kreierten einige gefährliche Abschlüsse. Mit vereinten Kräften und einer guten Goalieleistung von Marianne Meier gelang es Unihockey Appenzell, den knappen Vorsprung in die zweite Pause mitzunehmen.

Den Sieg wollten sich die UHA-Damen nicht mehr nehmen lassen. Nach einigen Inputs der Trainer schafften es die Gäste, das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. Die Appenzellerinnen hatten dann bei einem Schuss an die Torumrandung Pech. Doch auch die Nesslau Sharks verzeichneten einen Lattenschuss. In der Folge war es erneut Marianne Meier, die zum Teil mirakulös den Vorsprung der Appenzellerinnen hielt. In den letzten Minuten des Drittels übten die Nesslauerinnen mehr Druck aus. Viviane Manser konnte aber einer Verteidigerin den Ball abluchsen und eiskalt zum 2:0 einschieben. Nach dem Time-out der St. Gallerinnen versuchten diese es mit einer zusätzlichen Feldspielerin. Ein Ball wurde jedoch von Nicole Fässler abgefangen, die mit einem Weitschuss in das verwaiste Tor traf. Die Freude über den 3:0-Derby-Sieg war danach ausgesprochen gross. Nun verabschieden sich die Damen des UH Appenzell in die Weihnachtspause.

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Telegramm Samstag

UH Lejon Zäziwil – UH Appenzell 4:3 (2:3, 2:0, 0:0)
SLM Arena, Konolfingen – 55 Zuschauer – Sr. Chuard/Muntwiler

Tore: 2. C. Sonderer 0:1. 11. R. Graf (K. Fässler) 0:2. 12. A. Reber 1:2. 16. R. Graf 1:3. 16. C. Landmesser (L. Schlatter) 2:3. 25. L. Zumstein (A. Reber) 3:3. 35. C. Landmesser (L. Schlatter) 4:3.

Strafen: drei Mal 2 Minuten gegen UH Lejon Zäziwil, einmal 2 Minuten gegen UH Appenzell.

UH Appenzell: Marianne Meier, Nathalie Müller, Melanie Born, Cindy Koller, Karin Fässler, Tamara Kalt, Joana Nef, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Ladina Moser, Chiara Sonderer, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Myriam Sonderer und Andy Ferro.

Bemerkungen: Ronja Graf (UH Appenzell) und Coralie Landmesser (UH Lejon Zäziwil) als beste Spielerinnen ausgezeichnet

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Telegramm Sonntag

Nesslau Sharks – UH Appenzell 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)
Sporthalle Büelen, Nesslau – 130 Zuschauer – Sr. Bitterli/Wantz

Tore: 17. C. Sonderer (S. Manser) 0:1. 58. V. Manser 0:2. 59. N. Fässler 0:3. – Strafen: keine Strafe gegen die Nesslau Sharks, einmal 2 Minuten gegen UH Appenzell.

UH Appenzell: Marianne Meier, Nathalie Müller, Melanie Born, Cindy Koller, Karin Fässler, Tamara Kalt, Joana Nef, Svenja Manser, Sabrina Schmid, Nicole Fässler, Livia Heller, Ronja Graf, Samira Eberle, Sabrina Inauen, Larinja Speck, Ladina Moser, Chiara Sonderer, Julia Morosi; betreut durch: Marco Kipfer, Myriam Sonderer, Andy Ferro, Laura Inauen und Charlotte Johnsrud.

Bemerkungen: Ladina Moser (UH Appenzell) und Melanie Frey (Nesslau Sharks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet

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