3:0-Führung reicht nicht für Sieg

Die Herren 1 des FC Bühler verschenken trotz 3:0-Pausenführung einen sicher geglaubten Sieg. Das letzte Heimspiel der laufenden Saison stand ganz im Zeichen der drei scheidenden Personen. Für Andi Zeller und Martin Pardal, beide seit über 10 Jahren im Herren 1 aktiv, sowie für Trainer Gianni Pinto in seiner vierten Saison, war es die Abschiedsvorstellung vor heimischem Publikum.

  • Kein Bild vorhanden.

    Kein Bild vorhanden.

Da der Klassenerhalt bereits Tatsache war, beorderte Coach Pinto seine beiden Verteidiger Zeller und Pardal in den Sturm. Sie sollten in ihrem letzten Heimspiel mehrheitlich mit dem gegnerischen Tor, als mit dem eigenen in Kontakt kommen. Die seit einigen Wochen andauernde Anspannung des Abstiegskampfs war weg. Entsprechend locker begannen die Mannen vom Rotbach. Diese Lockerheit spiegelte sich in Form von schönen Spielzügen und Toren. Nach 20 Minuten versenkte «Ersatzstürmer» Andi Zeller eine Hereingabe von Jürg Solenthaler. Fünf Minuten später gelang dem jungen Thierry Alder mit einem Prachtsschuss das 2:0 für Bühler. Und sieben Minuten vor dem Pausentee  versorgte nochmals Andreas Zeller, nach Flanke des Assistgebers des Tages Jürg Solenthaler, den Ball ein weiteres Mal im Tor der Gäste. Es lief alles nach Wunsch und Bühler zeigte eine starke erste Halbzeit. Andreas Zeller als Doppeltorschütze bewies, dass er doch noch Stürmerblut in sich hat, schoss er doch vor seiner Umfunktionierung zum Verteidiger, Tore am Laufmeter für den FC Bühler. Auch Martin Pardal ackerte und rackerte im Sturmzentrum. Er hatte auch die eine oder andere Möglichkeit, doch für den persönlichen Torerfolg reichte es nicht ganz. Er hat wohl schon zu lange Tore verhindert, als selber geschossen.
Pintos Taktik schien trotz der zahlreichen Umstellungen aufzugehen. Er wechselte zur Pause auch noch jene Spieler ein, die in der Vergangenheit nicht auf viel Einsatzzeit kamen. Die Wechsel und Positionsänderungen rächten sich. Rorschacherberg, das für den Klassenerhalt unbedingt einen Sieg benötige, drehte in der zweiten Halbzeit gehörig auf. Obwohl Martin Pardal gleich zu Beginn der zweiten Hälfte eine Riesenmöglichkeit hatte, drückten die Gäste. Sie versuchten das Unmögliche möglich zu machen. Nachdem in der 55. Minute ein Schuss noch knapp über das Tor von Ersatztorhüter Mazlum Bilmec flog, musste dieser – in der ersten Halbzeit total unterbeschäftigt – eine Zeigerumdrehung später hinter sich greifen. Ein Freistoss aus 20 Meter passte genau ins lange Eck. In der 70. Minute, Bühler war mittlerweile arg unter Druck geraten, fiel das 3:2. Dieses Tor wäre zu verhindern gewesen, spielte doch ein Bühlerer einen Freistoss genau in die Füsse eines Gegners, die mit einem schnellen Gegenstoss und wuchtigem Abschluss erneut reüssierten. Es zeichnete sich eine Sensation ab. Wieder nur fünf Minuten später glichen die Gäste aus. Ein Weitschuss, der noch tückisch aufsetzte, fand den Weg ins Tor. Und sieben Minuten vor Spielende gelang den Gästen der mittlerweile verdiente Siegtreffer. Bühler konnte nicht mehr reagieren. Natürlich darf man eine 3:0-Führung nicht mehr aus der Hand geben. In Anbetracht des bereits geschafften Klassenerhalts, hielt sich die Trauer jedoch in Grenzen. Sicher auch, weil im Anschluss an die Partie ein Saisonabschlussfest wartete. Das Kioskteam organisierte köstliche Grilladen und Salate und auch an Getränken mangelte es nicht. Der Trainer verabschiedete die beiden «Neo-Senioren» Pardal und Zeller und überreichte ihnen ein Präsent. Auch Gianni Pinto wurde vom Vorstand für seine jahrelangen Dienste verabschiedet und mit einem Wellness-Gutschein für ihn und seine Frau Stella, die ebenfalls im Sommer aufhört, verdankt.

Weitere Artikel