Mehr Unfälle wegen Unachtsamkeit

Im Jahr 2023 wurden im Kanton Appenzell Innerrhoden 93 Verkehrsunfälle polizeilich bearbeitet. Dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 15 Prozent. Die Anzahl Personen, welche bei einem polizeilich bearbeiteten Verkehrsunfall verletzt wurden, erhöhte sich aber leicht.

  • Im Kanton Appenzell Innerrhoden kam es im Jahr 2023 grundsätzlich zu weniger Verkehrsunfällen. (Symbolbild: kai)

    Im Kanton Appenzell Innerrhoden kam es im Jahr 2023 grundsätzlich zu weniger Verkehrsunfällen. (Symbolbild: kai)

Aus einer Medienmitteilung der Innerrhoder Kantonspolizei geht ein leichter Rückgang der Verkehrsunfälle hervor, allerdings bei zeitgleich starkem Anstieg der Anzahl Verkehrsunfälle infolge momentaner Unaufmerksamkeit.

Des Weiteren konnte die Anzahl Lektionen an Schulen im Bereich der Verkehrserziehung um 15 Prozent gesteigert werden. Dies entspricht 35 zusätzlichen Schullektionen im 2023. Die Anzahl Personen, die wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand an die Staatsanwaltschaft verzeigt wurden, reduzierte sich um 46 Prozent bei durchschnittlich gleichbleibender Kontrollintensität. Ebenso sanken die Anzahl Unfälle, welche durch Alkohol oder Betäubungsmittel als Hauptursache verursacht wurden, um 89 Prozent. Die Anzahl Verkehrsunfälle, welche aufgrund momentaner Unaufmerksamkeit verursacht wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 140 Prozent.

Die Anzahl an Geschwindigkeitskontrollen konnte, bei weiterhin kurzer Kontrolldauer pro Standort, im Vergleich zum Vorjahr stark erhöht werden und entspricht so wieder dem Wert des Jahres 2021. Die hohe Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2022, welche durch eine nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht wurden, konnte im Jahr 2023 um 50 Prozent reduziert werden.

Die aus der Verkehrsstatistik gewonnenen Erkenntnisse nutzt die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden laut Medienmitteilung, um ihre Kontrolltätigkeiten und die Präventionsarbeit an die jeweilige Lage anzupassen und somit die Verkehrssicherheit auf dem Innerrhoder Strassennetz weiter zu erhöhen und schwere Verkehrsunfälle bestmöglich zu verhindern.

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