Heiligabend im Föhnsturm

Heftige Windböen und umgestürzte Bäume: Appenzell erlebt derzeit einen wortwörtlich «stürmischen» Heiligabend. Die Eichbergstrasse ist gänzlich gesperrt, umgestürzte Bäume blockierten Strassen, Eisbrocken und Ziegel fielen von einzelnen Dächern im Dorf Appenzell.

  • Kein Bild vorhanden.

    Kein Bild vorhanden.

Seit heute Vormittag wehen zum Teil sehr starke Windböen durch das Appenzellerland. Die Eichbergstrasse zwischen Eggerstanden und Eichberg ist wegen umgestürzten Bäumen seit 15.30 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Im Dorf Appenzell fielen Eisbrocken und Ziegel von einzelnen Dächern. Die Gefahrenstellen wurden abgesperrt. Zwei Dächer mussten von Fachleuten vom Eis befreit werden. Eine Quartierstrasse in Appenzell wurde wegen einer umgestürzten Tanne kurzzeitig blockiert. An verschiedenen Stellen wurden Baustellenabschrankungen weggeweht.
In Oberegg/AI fiel eine Tanne auf eine Nebenstrasse und behinderte so die freie Durchfahrt.
Die Strassenbauämter des Kantons und der Bezirke sowie die Feuerwehr Appenzell wurden vielerorts gefordert.

Auf der Vorderseite eines Orkantiefs nordwestlich der Britischen Inseln liegt der Alpenraum in einer kräftigen Föhnströmung. Dabei gelangt sehr milde Luft heran. Der Föhnsturm erreicht an Heiligabend seinen Höhepunkt. In Brülisau wurden in den frühen Vormittagsstunden bereits 165 km/h erreicht, auf der Ebenalp waren es 141 km/h. Auch in den Niederungen wurde es zum Teil stürmisch mit 100 km/h in Wasserauen und 93 km/h in Heiden. Im Tagesverlauf verstärkt sich der Föhn noch weiter. Mit der Föhnluft sanken die Temperaturen während der vergangenen Nacht zum Teil nicht unter 10 Grad.
Am Weihnachtstag beendet eine Kaltfront aus Westen den Föhn und bringt verbreitet Regen, oberhalb von rund 1400 Metern Schnee.

Weitere Artikel