Zweisprachiges Appenzellerland

Herausgeber Daniel Gaberell und der Appenzeller Verlag präsentieren ein Kleinod zwischen Buchdeckeln

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Im Bücherladen Appenzell wurde am Dienstagabend ein neuer Text- und Bildband mit dem schlichten Titel «Appenzellerland» aus der Taufe gehoben. Auf den ersten Blick ein schönes Buch – seinen Tiefgang findet der aufmerksame Betrachter beim Lesen.
Das Appenzellerland ist mehrsprachig; die Färbung des Dialekts wechselt fast von Dorf zu Dorf. Die «Zweisprachigkeit» des neu erschienenen Buches im Hochformat 30 x 24 cm jedoch ergibt sich aus einer sehr klug getroffenen Bildauswahl (Fotograf Andreas Butz *1971) – und aus Textbeiträgen von zehn ausgewählten Autorinnen und Autoren. Das schmeichelt einerseits dem Auge des Betachters, erschliesst aber andererseits dem aufmerksamen Leser facettenreich den Blickwinkel der (Be-)Schreibenden, die sich der Frage annehmen: «Was bedeutet mir das Appenzellerland?».
Die Antworten fallen so vielfältig aus, wie  die Gegend zwischen Bodensee und Säntis eben ist. Und so unterschiedlich wie die Auswahl der Autoren: Die Palette reicht von Dorothee Elmiger über Walter Züst bis Helen Meier; Roland Inauen, Agathe Nisple und Hans-Rudolf Merz kommen zu Wort, um nur einige zu nennen.
Unter dem Titel «Einheimisch»haben Andreas Butz und Daniel Gaberell zwei Dutzend Appenzellerland-Bewohner porträtiert – nicht Stars unter Sternen, sondern Leute des Alltäglichen. Interessante und deshalb liebenswürdige Menschen eben.
«Mein Appenzellerland» schliesslich ist eine feinfühlige Reise durch die teils überraschende Bilderwelt des Fotografen. Sein Ziel sei es gewesen, nicht die gängigen Chlichés zu bedienen, die letztlich Überdruss hervorrufen bei allen, die ihre Heimat lieben. Das ist ihm gelungen.

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