Zwei «Kunst»-Frauen ersetzen zwei Stiftungsräte

Bei der Trägerin von Kunstmuseum und Kunsthalle Appenzell, in der Heinrich Gebert Kulturstiftung, gibt es personelle Wechsel, und die Kunstvermittlung soll verstärkt werden.

  • Marianne Burki, Architektur- und Kunsthistorikerin (links), ersetzt 2024 Stiftungsratspräsident Guido Koller (rechts), und Ottilia Dörig-Heim, bis vor kurzem Leiterin des Kulturamts Appenzell Innerrhoden, ersetzt Stiftungsrat Ivo Bischofberger. (Bilder: Monica Dörig)

    Marianne Burki, Architektur- und Kunsthistorikerin (links), ersetzt 2024 Stiftungsratspräsident Guido Koller (rechts), und Ottilia Dörig-Heim, bis vor kurzem Leiterin des Kulturamts Appenzell Innerrhoden, ersetzt Stiftungsrat Ivo Bischofberger. (Bilder: Monica Dörig)

  • Bisherige und neue Stiftungsratsmitglieder: v. li. Marianne Burki (neue Präsidentin), Ivo Bischofberger (abtretender Stiftungsrat), Jürgen Bauer, Simona Martinoli, Ottilia Dörig (neue Stiftungsrätin), Guido Koller (abtretender Präsident), Marco Züger, mit Kuratorin Stefanie Gschwend (2. von rechts)

    Bisherige und neue Stiftungsratsmitglieder: v. li. Marianne Burki (neue Präsidentin), Ivo Bischofberger (abtretender Stiftungsrat), Jürgen Bauer, Simona Martinoli, Ottilia Dörig (neue Stiftungsrätin), Guido Koller (abtretender Präsident), Marco Züger, mit Kuratorin Stefanie Gschwend (2. von rechts)

Per Ende Jahr verlässt Guido Koller (Gais ) den Stiftungsrat der Henrich Gebert Kulturstiftung. Er gehört ihm seit 2015 an und präsidiert ihn seit 2017. Aus dem Stiftungsrat tritt nach zehn Jahren auch Alt Ständerat Ivo Bischofberger (Oberegg) zurück. Beide betonten an der Pressekonferenz vom Dienstagvormittag die Bedeutung der Kernaufgaben von Kunstmuseum und Kunsthalle sowie der Trägerschaft: Den Rahmen schaffen für moderne und zeitgenössisches Kunstschaffen, Kompetenzzentrum sein für das Erbe der einheimischen Maler Carl August und Carl Walter Liner, Konzertort sein, sowie sensibilisieren für und vermitteln von Kunst und Musik.

Als neue Stiftungsratspräsidentin wurde kürzlich Kunst- und Architekturhistorikerin Marianne Burki gewählt; sie tritt ihr Amt 2024 an. Sie lerne zur Zeit die aussergewöhnlichen Kunsthäuser, ihre Geschichte und das einzigartige Umfeld kennen, sagte sie. Sie ist mit der Region verbunden unter anderem durch die Leitung des Ostschweizer Kunst- und Designprojekt TaDA, das Kreative mit der regionalen Textilwirtschaft zusammenbringt.
Nachfolgerin von Ivo Bischofberger wird Ottilia Dörig-Heim, bis vor wenigen Wochen Leiterin des Innerrhoder Kulturamts und Mitglied der Kunststiftung. Sie bringe sowohl politische Erfahrung als auch lokale und regionale Vernetzung mit ins Gremium, freuten sich die Stiftungsräte. Damit hat die Heinrich Gebert Kulturstiftung und ihr «Kunstbetrieb», der ohne staatliche Unterstützung auskommt, die Frauenquote markant erhöht. Im Stiftungsrat sitzen ausserdem Marco Züger (Appenzell) und Jürgen Bauer, Fachmänner für finanzielle Belange, sowie die Direktorin der Partnerinstitution Fondazione Marguerite Arp Locarno, Simona Martinoli. Vor einem knappen Jahr hat Stefanie Gschwend die Stelle als Kuratorin von Kunstmuseum und Kunsthalle angetreten. Sie freut sich, dass die Wahrnehmung von Appenzell als Kunstort national und international zugenommen habe.

Der Stiftungsrat will die Ausrichtung auf aktuelle Kunst verstärken und sich als Plattform für Nachwuchs-Kunstschaffende etablieren. Der Vermittlung von Kunst und Musik soll mehr Raum gegeben werden. «Dazu brauchen wir starke Partner», bemerkte Guido Koller, der das Präsidentenamt noch bis Ende Jahr bekleidet. Zudem sei die Anlagestrategie der Stiftung im schwierigen Zinsumfeld ein wichtiges Thema. Zudem sei die Anlagestrategie der Stiftung im schwierigen Zinsumfeld ein wichtiges Thema. Der Stiftungsrat gab ausserdem bekannt, dass in der mittlerweile 20-jährigen Kunsthalle Investitionsbedarf besteht, vorab in die für ein Museum zentrale und anspruchsvolle Haustechnik.

3
3

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar