Zustimmung mit Vorbehalten

Der Waldstätter Gemeinderat gibt grünes Licht für eine Leistungsvereinbarung mit dem neuen Verein Spitex Appenzellerland – allerdings nur unter Bedingungen.

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An seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat Waldstatt eingehend über die Neuorganisation der Spitex verhandelt. Er anerkennt die Notwendigkeit, dass sich aufgrund der demographischen Entwicklung, der höheren Lebenserwartung und der Neuordnung der Pflegefinanzierung ein neues Spitex-Modell aufdrängt. Die Einführung der Fallpauschalen in den stationären Einrichtungen (DRG) verlangen von den Spitex-Organisationen eine hohe Flexibilität bezüglich Überweisungsmanagement, Einsatzzeiten und Einsatzbereitschaft. Zudem erfordern der Wunsch vieler Patienten nach Unabhängigkeit und das meist kostengünstigere Prinzip «ambulant vor stationär» eine Veränderung der Spitex, um die zukünftigen Herausforderungen bewältigen zu können. Die vorgesehene Organisation der neuen Spitex Appenzellerland überzeugt deshalb die Räte in Sachen Qualität uneingeschränkt. Sie sind überzeugt, dass die Waldstätter Bevölkerung unter der neuen Organisation weiterhin eine fachlich hochstehende und einwandfreie Betreuung geniessen wird. Die Kostenentwicklung und die damit zusammenhängende Defizitverteilung auf die Gemeinden bringen allerdings aus Sicht der Gemeinderäte Unsicherheiten mit sich. Deshalb müssen vor der Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung noch einzelne Formulierungen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit geklärt werden und die Tarife für die hauswirtschaftlichen Leistungen vorliegen. Zudem behält sich der Gemeinderat vor, die Leistungsvereinbarung erst zu unterzeichnen, wenn die Hauptversammlung der Spitex Waldstatt im April der Fusion mit der neuen Spitex Appenzellerland und der Überführung des Vereinsvermögens ebenfalls zustimmt.

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