Zehn-Jahr-Jubiläum der Präsidienkonferenz

Nathalia Bezzola löst Christian Vetterli an der Spitze der Präsidienkonferenz der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinden beider Appenzell ab.

  • Symbolbild (Bild: Archiv)

    Symbolbild (Bild: Archiv)

An der Sommersitzung des Präsidienkonferenz der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell konnte die Organisation auf ihr zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Gründungspräsident Christian Vetterli, Schönengrund, stellte fest, dass sich das Netzwerk der Präsidentinnen und Präsidenten der evangelischen Kirchgemeinden etabliert und bewährt habe. Die Konferenz ist kein kirchliches Beschlussgremium, sondern dient in erster Linie dem Informations- und Erfahrungsaustausch.

Nach zehnjähriger Tätigkeit hatte Christian Vetterli seinen Rücktritt eingereicht. Neu an die Spitze der Präsidienkonferenz wurde Natalia Bezzola Rausch, Speicher, gewählt. Als neues Vorstandsmitglied stellte sich Alessandra Langenauer, Urnäsch, zur Verfügung. Dem Vorstand gehören weiter an Christoph Gugger, Bühler, Matthias Haltiner, Reute-Oberegg, und Karin Rommel, Grub-Eggersriet.

Im Anschluss an die Wahlgeschäfte referierte Pfarrer Markus Ramm, Beauftragter für Gemeindeentwicklung und Gemeindeberatung in der Evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St. Gallen unter dem Titel «Gemeinsam auf den Ballenberg» über Kirchgemeinden und den Beruf der Pfarrerin und des Pfarrers im Wandel. Auf den ersten Blick sei das Thema trivial, sagte Ramm. Der gesellschaftliche Wandel gehe auch an der Kirche nicht spurlos vorbei, die Bedeutung der Kirche in der Gesellschaft verändere sich. Und damit auch die Rolle und Funktionen der Pfarrpersonen. Wer als Kirche für die Zukunft gerüstet sein wolle, müsse die Entwicklung der Kirchgemeinde mit der Weiterentwicklung der Rollen und Funktionen der Pfarrerinnen und Pfarrer in Übereinklang bringen. Und das sei ein komplexer Prozess, so Markus Ramm. Damit eine Kirchgemeinde auch in Zukunft eine attraktive Arbeitgeberin sein könne, müsse sie sich über die Rollen aller Beteiligten im Klaren sein. Denn auf dem Arbeitsmarkt für Pfarrerinnen und Pfarrer zeichne sich ein Verteilkampf ab. In den nächsten fünf Jahren gingen in der Schweiz 319 Pfarrpersonen in Pension, während voraussichtlich nur 245 Studienabgänger ordiniert würden. In der Landeskirche beider Appenzell seien im selben Zeitraum acht von insgesamt 26 Pfarrstellen infolge Pensionierungen neu zu besetzen. Markus Ramm munterte die Präsidentinnen und Präsidenten auf, gemeinsam mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrer ihre Kirchgemeinde so weiter zu entwickeln, dass sie den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft entsprechen und nicht im Museum, eben auf dem Ballenberg, landen.

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