Wohnen und Arbeiten in Randregionen

Die 39. Parlamentarier-Konferenz Bodensee fand heute Freitag im Kursaal in Heiden statt. Die Tagung, die unter dem Vorsitz des Ausserrhoder Kantonsratspräsidenten Ivo Müller stand, endete mit einem Besuch des Henry-Dunant-Museums in Heiden.

  • Kein Bild vorhanden.

    Kein Bild vorhanden.

Teilgenommen haben Abgeordnete der Landtage von Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg, des Fürstentums Liechtenstein, Kantonsrätinnen und Kantonsräte von St. Gallen, Zürich, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden sowie Grossrätinnen und Grossräte der Kantone Thurgau und Appenzell Innerrhoden. Sie trafen sich dieses Jahr zum letzten Mal im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Der Ausserrhoder Kantonsratspräsident Ivo Müller leitet die Konferenz noch bis Ende Jahr.
Das Schwerpunktthema des Vorsitzjahres 2012 heisst „Zwischenräume“. Unter diesem Titel wurden verschiedenste Projekte aus den Mitgliedsländern vorgestellt. Die Präsidentin des Vorarlberger Landtages, Dr. Bernadette Mennel, referierte über das Interreg Projekt Kleinst- und Kleinschulen im alpinen Raum. Das Projekt zeigt auf, welche wichtigen, über den Bildungsauftrag hinausgehenden Funktionen Schulen in kleinen Gemeinden haben. Martin Hahn, Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, stellte die verschiedenen Facetten des „Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum“ seines Bundeslandes anhand konkreter Beispiele vor. Gerade die Entwicklung der ländlichen Räume in Konkurrenz zu den Metropolen war für die Parlamentarierinnen und Parlamentarier der Bodenseekonferenz während des Vorsitzjahres von Appenzell Ausserrhoden ein beherrschendes Thema. Einig waren sich die Teilnehmenden, dass es nicht reicht, Randregionen als Wohnregionen zu entwickeln. Ziel muss es auch sein, nachhaltig Arbeitsplätze in diesen Regionen zu sichern und zu schaffen. Die Idee für ein grenzüberschreitendes Projekt, der mögliche Betrieb einer Fähre für Fussgänger und Radfahrer von Altenrhein nach Gaissau, wurde vom Präsidenten des St.Galler Kantonsrates, Felix Bischofberger, präsentiert. Die nachhaltige Weiterentwicklung bestehender Strukturen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten zeigte Oekoberater Reto Zingg, Ebnat-Kappel, anhand des Projekts „Erlebniswandern in der Welt der Toggenburger Nagelfluh“ auf.

Weitere Artikel