Wissen im Inkontinenzmanagement erweitert

Fatma Atalay vom Familienbetrieb Praximedico AG, Bühler, zeigte den Mitarbeitenden des Alterswohnheims Walzenhausen in einer Schulung auf, wie vielfältig das heutige Sortiment an Einlagen und Systemen ist, um inkontinente Bewohnende im Alltag zu unterstützen.

  • Fatma Atalay gab eine interessante Schulung zu Inkontinenzmaterialien im Alterswohnheim Walzenhausen, das gleich vor Ort von den Mitarbeiterinnen getestet wurde. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

    Fatma Atalay gab eine interessante Schulung zu Inkontinenzmaterialien im Alterswohnheim Walzenhausen, das gleich vor Ort von den Mitarbeiterinnen getestet wurde. (Bild: Isabelle Kürsteiner)

Die Produktemanagerin wusste, wovon sie sprach, als sie im Alterswohnheim Walzenhausen eine Weiterbildung betreffend Inkontinenzmaterial gab. Sie arbeitete jahrelang als diplomierte Pflegefachfrau HF. In ihrem Vortrag ging es zuerst um die Definition von Kontinenz und Inkontinenz. Zu letzterem zählt jeder unwillkürliche Harnverlust, respektive Stuhlverlust. Betroffen sind fünf Prozent der Gesamtbevölkerung, wobei von einer Dunkelziffer von rund einer Million Betroffener ausgegangen wird. Denn oft wird der Arzt erst bei grossem Leidensdruck um Rat gefragt. Da die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt, zeigt auch die Zahl der Inkontinenzbetroffenen tendenziell aufwärts.

Mindestens ein Viertel der Arbeitszeit wird in der Langzeitpflege für die Inkontinenzbetreuung der Bewohnenden aufgewendet. Nach der Auffrischung der Kenntnisse über Fassungsvermögen der Blase, Formen und Schweregrad der Inkontinenz oder Flüssigkeitsbilanz ging es um den Aufbau der Einlagen und Systeme. Ein sehr guter Service des Mittelländer Familienunternehmens ist, dass Praximedico für Institutionen direkt mit der Krankenkasse abrechnet. Da für das Inkontinenzmaterial, je nach Inkontinenzgrad, von der Krankenkasse pro Jahr ein Pauschalbetrag gesprochen wird, ist die richtige und professionelle Handhabung des Materials von grosser Wichtigkeit, weil sonst die Betroffenen die den Pauschalbeitrag übersteigenden Kosten selber tragen müssen.

Nach der Instruktion der professionellen Handhabung der verschiedenen Produkte mit Auswahlkriterien folgten Fallbeispiele aus dem Haus. Da Fatma Atalay das Alterswohnheim Walzenhausen bereits seit einiger Zeit begleitet, sind die Inkontinenzmaterialien jetzt schon bewohnerspezifisch aufgestellt. Wichtig ist das Beobachten, das bewusst Arbeiten und das Wahrnehmen von Veränderungen, um sofort auf ein geeigneteres Inkontinenzprodukt umstellen zu können. Mit Applaus wurde Fatma Atalay nach ihrer kompetenten Schulung verabschiedet.

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