Wirtschaft zeigte sich hochinteressiert

Der Gemeinderat Walzenhausen lud zum 8. Wirtschaftsapéro ein und über achtzig Interessierte aus Gewerbe und Industrie folgten dem Aufruf.

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Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger freute sich über den Grossaufmarsch in der Nino Niederer AG, welche sich seit weit über hundert Jahren der Blechverarbeitung verschrieben hat. Alles begann mit dem Auswechseln der Schindeln beim Kirchenturm in Walzenhausen durch ein Kupferblechdach im Jahre 1893. Die Firma, heute Nino Niederer AG, baute nicht nur das Kupferdach, sondern vielmehr im Alltag Kupferbehältnisse wie Pfannen aller Grössen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es komplexere Aufträge und die industrielle Fertigung mittels Maschinen benötigte mehr Platz. Eine Werkstatt mit Lager entstand am heutigen Standort in Lachen. Innerhalb des vergangenen Jahres erfolgte der letzte Neu- und Erweiterungsbau des seit 1997 als Aktiengesellschaft organisierten Familienunternehmens, um Platz für die immer grösser werdenden Blechverarbeitungsmaschinen zu schaffen. Heute ist die Nino Niederer AG ein gefragter Spezialist für die Blechbearbeitung. Industriekunden im Maschinen- und Werkzeugbau, der Bauindustrie, Elektronik- und Kommunikationsbranche schätzen die hochpräzise Verarbeitung des Walzenhauser Unternehmens. Umso gespannter waren die Gäste des Wirtschaftsapéros, einen Blick hinter die Kulissen der Firma von Erika und Nino Niederer zu werfen. Zum Team gehören ausserdem Catherine Niederer, Roger Kellenberger, Werner Studer und Bruno Koch. Vor dem interessanten Rundgang bezeugte Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger, dass trotz immer mehr gesetzlicher Vorgaben das Gewerbe von Walzenhausen durch den Gemeinderat Unterstützung finde. Lösungen könnten im Konsens gefunden werden. Dann gratulierte er der Familie Niederer für den gelungenen Neu- und Erweiterungsbau sowie die Standorttreue. Während des Rundganges betonte Mitarbeiter Roger Kellenberger, dass es heute die hohe Kunst sei, die entsprechenden Werkzeug in der richtigen Reihenfolge zu installieren und damit einen hochpräzisen Ablauf zu gestalten. Immer wieder staunten die Eingeladenen über die verschiedenen Techniken wie Laserschneiden oder Stanzen, womit in Lachen Klein- und Mittelserien im Grössenbereich von 5 Millimeter bis 3 Meter produziert werden.

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