Wenn der Kran vor dem letzten Harass zu Ende ist

Kurze Hosen und T-Shirt oder Sommerröckli, barfuss und das Chölbigöldtäschli umgehängt – am Wochenende war die Chilbi in Haslen Treffpunkt für viele Menschen.

  • Der 5-jährige Mauro...

    Der 5-jährige Mauro...

  • ... und die 8-jährige Lara beim Harassklettern.

    ... und die 8-jährige Lara beim Harassklettern.

  • Chilbi-Impressionen.  (Bilder: Monika Schmid)

    Chilbi-Impressionen. (Bilder: Monika Schmid)

Hochsommerliche Temperaturen herrschen, es duftet nach allerlei Köstlichkeiten und es tönt einladend nach Spiel und Spass. Uelis Kinderkarussell mit den nostalgischen Rössli, Äuteli und Töffli dreht sich zu Drehorgelklängen. An der Schifflischaukel herrscht praktisch Dauerbetrieb, ein junger Vater mit seinen Mädchen steigt gerade auch ein. «Häbid Eu Meedle!» Und schon nimmt das Schiffli schwungvolle Fahrt auf, die Haare fliegen, die Röcke flattern.

Hoch hinaus geht es auch beim «Harassklettern». Die achtjährige Lara ist schon weit, sehr weit oben. Gerade kommt Harasse Nummer 22, man wähnt bereits den neuen Tagesrekord aber da fängt der Riesenturm an zu schwanken und fällt schliesslich in sich zusammen. Dann getraut sich Mauro, gerade mal 5 Jahre alt. Auch er arbeitet sich in aller Ruhe und sehr konzentriert in die Höhe. Mit der Zungenspitze im Mundwinkel sitzt jeder Handgriff wie geübt. Und dann ist Schluss, mehr als 25 Harasse gehen nicht – Kranende!

Zur Erholung geht’s dann ins Festzelt, wo sich die Familie eine Runde «Bommfrid mit Ketschöpp» gönnt. Dort spielt die Jungformation «Echo vom Gerstgarten» löpfig und trotz der Hitze unermüdlich auf, sehr zur Freude auch der älteren Chilbigeneration.

Frisch gestärkt lässt es sich fröhlich weiter durch die Chilbi schlendern, dort warten nämlich noch Geschicklichkeitsspiele wie Büchsenwerfen, Glücksrad, Fischen, Kegeln und auch die Hüpfburg ist nie leer. Die Stände vom Flohmarkt bieten allerlei Spannendes zum Chroome. Gut sind Mama und Papa oder Grosi und Grossvater immer in der Nähe, sie dürfen dann nämlich all die eingekauften und gewonnenen Schätze hüten, weil man doch unbedingt noch einmal «baahfahre» möchte.

Langsam geht’s Richtung Heimweg. Papa kegelt noch eine Runde zu Gunsten des Turnvereins Haslen, den Trostpreiszockebolle steckt sich flugs der Junior in den Mund. Und wer am Samstag noch nicht genug Chölbi bekommen hat, der geht einfach am Sonntag nochmal.

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