Wenn 76 Frauen bei Regenwetter auf Reisen gehen

Ein Höhepunkt im Jahresprogramm der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell ist jeweils der am letzten August-Montag stattfindende Ausflug. Er führte dieses Jahr zu einer Wallfahrtskirche, in den Zoo und an den See.

  • Nach der Ankunft im Zoo Zürich warteten die Frauen gespannt auf die Führungen. (Bilder: zVg)

    Nach der Ankunft im Zoo Zürich warteten die Frauen gespannt auf die Führungen. (Bilder: zVg)

  • Koalas schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag, wie die Teilnehmerinnen erfuhren.

    Koalas schlafen bis zu 20 Stunden pro Tag, wie die Teilnehmerinnen erfuhren.

  • Die einstündige Führung verging mit viel neu erworbenem Wissen über die Zootiere wie im Flug.

    Die einstündige Führung verging mit viel neu erworbenem Wissen über die Zootiere wie im Flug.

  • Eindrücklich, die Giraffen aus solcher Nähe beobachten zu können.

    Eindrücklich, die Giraffen aus solcher Nähe beobachten zu können.

  • Durch aufmerksames Suchen und etwas Geduld konnte man etliche Tiere im Masoala-Regenwald entdecken.

    Durch aufmerksames Suchen und etwas Geduld konnte man etliche Tiere im Masoala-Regenwald entdecken.

Um halb acht Uhr besammelten sich diesen Montag 76 reiselustige Frauen – ausgestattet mit Regenjacke und Schirm – vor zwei Reisecars. Wegen des Schlachtviehmarkts musste der Einstiegsort kurzfristig vom Brauereiplatz auf den Zielparkplatz verlegt werden, was aber tadellos funktionierte. Das erste Ziel war der Wallfahrtsort Dreibrunnen in Wil, wo im Restaurant Pilgerhaus bereits Kaffee und Gipfeli warteten. Ein kurzer Blick in die Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen lohnte sich. Sie ist ein wichtiges Kulturobjekt und mit der lichten, goldfarbenen, barocken Ausstattung ein beliebter Ort für Trauungen.

Im Zoo verging die Zeit wie im Flug

Weiter ging die Fahrt zum Zoo Zürich. Empfangen wurden die Frauen von drei Zooführerinnen, welche es sehr gut verstanden, der Schar, eingeteilt in drei Gruppen, in der stündigen «allgemeinen Zooführung» Interessantes über einige Tiere, welche im Zoo gehalten werden, zu erzählen. Besucht wurde die Schildkröte «Jumbo», die mehr als 200 Kilo Gramm wiegt, ihre Körpertemperatur der Umgebung anpasst und mit 85 Jahren das älteste Tier im Zoo ist. Erstaunlich, dass die Schildkrötenmännchen bei der Paarung so laute Töne von sich geben, dass es im ganzen Areal hörbar ist.

Auch über die Koalas wusste die Zooführerin einiges zu berichten. Diese Tiere ernähren sich ausschliesslich von Blättern und Rinden der Eukalyptusbäume. Eigens für diese Eukalyptusblätterproduktion führt der Zoo Zürich im Zürcher Oberland und im Tessin Plantagen. Koalas sind Beuteltiere, die Tragzeit eines Jungen dauert nur 30 Tage, es bleibt danach aber mindestens 160 Tage im Beutel. Auch über Gorillas, Orang-Utans, Wallabys – kleine Arten aus der Familie der Kängurus –, wusste die Zooführerin einiges zu berichten. Die Stunde verging wie im Flug.

Das Mittagessen genossen die Frauen im Restaurant Pantanal. Nach feinem grünen Curry oder afrikanischem Erdnuss-Peperoni-Poulet streiften 76 Appenzeller Frauen selbständig durch den Zoo und erkundeten die Gehege der über 5000 im Zoo lebenden Tiere. Als Naturschutzzentrum setzt sich der Zoo aktiv für Natur- und Artenschutz ein. Mit dem Masoala Regenwald, der Lewa Savanne und dem Koeng Krachen Elefantenpark sind in den vergangenen Jahren neue, wegweisende Lebensräume für die Tiere entstanden, die neue Massstäbe in der Tierhaltung setzen. Überall hätte man sich verweilen können, doch bald hiess es Abschied nehmen.

Petrus meinte es nicht gut

Beim letzten Halt, auf dem Juckerhof in Seegräben am Pfäffikersee genossen die Frauen feinen Kaffee und bedienten sich am grosszügigen Kuchenbuffet. Die Juckerfarm ist sehr schön am See gelegen. Unter den Bäumen zu verweilen wäre einladend gewesen. Leider meinte es Petrus nicht so gut, so nahm man eben drinnen im gemütlichen Stübli Platz. Schliesslich chauffierte Markus Hirn die Gruppe gekonnt durch den Feierabendverkehr übers Turbenthal, Wil und Gossau nach Hause. So ging ein interessanter Tag mit vielen sozialen Kontakten schnell zu Ende.

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