Wellnessprogramm für Waldspielplatz Rapunzel

Schon seit es den Spielplatz Rapunzel in Steinegg gibt, ist es Tradition, dass man ihn am Landsgemeinde-Samstag mit einer grossen Putzaktion aus dem Winterschlaf kitzelt – und dies war heuer bereits zum zwölften Mal der Fall.

  • Helfende Hände wohin das Auge blickt: Der Spielplatz Rapunzel wird auf Vordermann gebracht. (Bilder: Monika Schmid)

    Helfende Hände wohin das Auge blickt: Der Spielplatz Rapunzel wird auf Vordermann gebracht. (Bilder: Monika Schmid)

Zuerst begrüsste Präsident Martin Koller exakt zwanzig Mitglieder zur Hauptversammlung des Vereins Waldspielplatz Rapunzel. Man sei sehr erfreut, wie bekannt und beliebt der Rapunzel-Spielplatz geworden ist, nicht nur bei Kindern, sondern immer mehr auch bei Jugendlichen. Besonders in der Coronazeit wurde er von jungen Leuten gerne als Rückzugsort genutzt. Für Ordnung und Sauberkeit sorgten unter der Woche wieder zuverlässig Mitarbeiter des Bezirks und an den Wochenenden eine kleine Putzequipe um Simone Bischofberger. Von ihnen wird das WC-Häuschen geputzt, das ganze Areal gesäubert und der Abfall entsorgt.

Rapunzel hat es gerne warm

Brennholz wird vom Asylzentrum Mettlen geliefert und in Zukunft kommt der Bezirk für diese Kosten auf. Wegen des eher schlechten Sommerwetters war der Verbrauch von zwanzig Kubikmetern nicht überaus gross – dennoch ist Rapunzel der grösste Holzverbraucher aller Grillplätze. Damit das Brennholz in grösseren Mengen und besser gelagert werden kann, wurde am letzten Samstag auf der Rückseite des Waldhauses ein neues Gestell mit acht schliessbaren Fächern montiert. So hofft man, dass in Zukunft wirklich nur von hier Holz genommen wird und nicht von der nahen grossen Scheiterbeige, die einem Privatbesitzer gehört.

Im vergangenen Jahr sind alle Spielgeräte auf ihre Sicherheit geprüft und Mängel sofort beseitigt worden. Zum Glück gibt es unter den Rapunzel-Mitgliedern viele handwerklich begabte Väter, die immer Hand anlegen wenn es irgendwo hapert oder lottert. All jenen die so viel Freiwilligenarbeit leisten sowie den zahlreichen grosszügigen Sponsoren wurde ein herzliches Vergelt’s Gott ausgesprochen – ohne sie alle wäre ein solcher Spielplatz gar nicht realisierbar und so gut und sauber zu unterhalten.

Neu: Werbeflyer und Kaffeemaschine

Sehr willkommen sind deshalb immer wieder Neumitglieder – aktive wie passive. Ein frisch gedruckter Flyer soll Werbung machen. Riana Dähler von Koller Werbung hat diesen als Lehrlingsprojekt gestaltet und ihr Chef hat verdankenswerterweise die Kosten für den Druck übernommen. Das Waldhaus kann natürlich immer noch gemietet werden, was für Mitglieder wie bis anhin 20 Franken und für Nichtmitglieder 70 Franken kostet. Und warum nicht auch das Kässeli ab und zu füttern, wenn man einen fröhlichen Familientag im Spielplatz Rapunzel verbringen durfte? Neu steht im Häuschen eine Kaffeemaschine zur Verfügung, was so sehr geschätzt wird, dass die erste bereits ersetzt werden musste, wie der Rapunzel-Präsident schmunzelnd berichtete und damit die Hauptversammlung schloss.

Putzen macht Spass

Und dann konnte es endlich losgehen mit der Putzete. Hei, was wurde eifrig gejätet, gefegt und gerechet. Am meisten Spass machte aber wieder das Verteilen des grossen Holzschnitzelhaufens bei den verschiedenen Spielgeräten. Dazu war man natürlich mit der eigenen Schubkarre und eigenem «Schüfeli» angereist und wer kein «Stosswägeli» hatte, flitzte mit dem «Chöbeli» hin und her.
Bald waberte dicker Rauch von der Feuerstelle über den ganzen Platz und kündigte die nahende Mittagszeit an. Sicher an die fünf Dutzend Würste bräunten sich «aamächelig» auf dem Grill und später wurden auch all die feinen Kuchen «rübis und stübis» verputzt. So startete Rapunzel fröhlich ins 13. Bestehungsjahr.

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