Weiterführung der dreijährigen Pilotphase

Nach der dreijährigen Pilotphase der Fachstelle Soziale Teilhabe im hohen Alter AI haben die Stiftungsträte der Carl Sutter-Stiftung und der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden sowie die Standeskommission entschieden, die Fachstelle weiterzuführen und langfristig zu finanzieren.

  • Die Fachstelle
Soziale Teilhabe im hohen Alter AI ermöglicht Begegnungsmomente, wie hier an Fronleichnam 2022. (Bild: Archiv app24)

    Die Fachstelle Soziale Teilhabe im hohen Alter AI ermöglicht Begegnungsmomente, wie hier an Fronleichnam 2022. (Bild: Archiv app24)

Zudem wurde beschlossen, die Fachstelle ab April 2024 in die Organisation der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden zu integrieren und die Zielgruppe auf alle älteren Personen im Kanton auszuweiten.
Im Januar 2021 startete die Fachstelle Soziale Teilhabe im hohen Alter AI ihre dreijährige Pilotphase. Während der Pilotphase beschränkte sich die Arbeit insbesondere auf die Alters- und Pflegeheime Gontenbad, Bürgerheim und Alpsteeblick. Ziele der Fachstelle waren während der Pilotphase, die Bewohnerinnen und Bewohner in den Institutionen zur Selbstbestimmung und Eigeninitiative im Alltag zu motivieren, eine individuelle und alltagsnahe Lebensweise zu ermöglichen und bei der Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu unterstützen. Die Alters- und Pflegeheime sollen als positive Wohn- und Lebensorte für ältere Menschen wahrgenommen werden. Die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen im hohen Alter soll zudem sichtbar und die Zugehörigkeit zur sozialen Gemeinschaft gestärkt werden.

Externe Evaluation der Fachstelle

Zusammen mit den Altersorganisationen hat die Fachstelle verschiedene Massnahmen umgesetzt. So wurden zum Beispiel die beliebte «Mektiglosi» lanciert, Bewohnerräte eingeführt, Schulungen zur Selbstbestimmung durchgeführt, individuelle Wünsche der Bewohnenden erfüllt und die Vernetzung zwischen den Institutionen gestärkt. Die Arbeit der Fachstelle und deren Wirkung wurde während der Pilotphase durch die Ostschweizer Fachhochschule OST begleitet und evaluiert. Nach den positiven Erfahrungen aller Beteiligten und den Erkenntnissen aus dem Evaluationsbericht der OST haben die Stiftungsräte der Carl Sutter-Stiftung und der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden sowie die Standeskommission beschlossen, die Fachstelle langfristig zu je einem Drittel zu finanzieren.
Über die gesamte Pilotzeit wurde die Fachstelle fachlich von der Ostschweizer Fachhochschule OST begleitet. Die OST hat regelmässig Bewohnende, Personal und Leitungen zur Fachstelle befragt und am Schluss einen Auswertungsbericht erstellt. Die Ergebnisse waren sehr erfreulich und die OST kam zum Schluss, dass die Fachstelle alle Ziele erreicht hat und die gewünschte Wirkung erzielt. Die OST empfahl unter anderem, dieFachstelle weiterzuführen und gleichzeitig die Zielgruppe auf alle älteren vulnerablen Personen auszuweiten. Die OST empfahl auch, eine Angliederung an eine heimexterne Fachstelle zu prüfen.

Bereits zu Beginn der Pilotphase war vorgesehen, dass nach deren Abschluss eine Erweiterung der Zielgruppe auf alle vulnerablen älteren Personen im Kanton geprüft werden soll. Die Erfahrungen der Fachstelle und der Evaluationsbericht der OST bestätigen, dass dies richtig und wichtig ist. Ab April 2024 wird die Fachstelle Projekte und Angebote auch für Personen ausserhalb der Alters- und Pflegeheime lancieren und mit den verschiedenen Partnerorganisationen umsetzen.

Anschluss an die Pro Senectute AI

Mit der Pro Senectute AI gibt es bereits eine bewährte Organisation für das Alter im Kanton. Mit dieser hat die Fachstelle während der Pilotphase sehr eng zusammengearbeitet. Um den fachlichen Austausch zu stärken, organisatorische Synergien zu nutzen und gemeinsam die Altersversorgung zu verbessern, ist es sinnvoll, die beiden Organisationen zusammenzuführen. Die Fachstelle wird ab April 2024 zur Pro Senectute AI gehören. Zusätzlich wird der Name aufgrund der angepassten Zielgruppe auf «Fachstelle Soziale Teilhabe im Alter» umbenannt. Sie wird weiterhin von der bisherigen Leiterin Andrea Herger mit einem Pensum von 50 Stellenprozenten geführt.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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