«Wakker dranbleiben» als Motto

Am Samstag hat im Herisauer Einwohnerratssaal die zweite WandelBar» stattgefunden. Der mobile Dorfstammtisch stand diesmal unter dem Titel «Den  Wakkerpreis für Herisau?».

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Heinz-Urs Kunz, Gemeindepräsident des Bündner Winzerdorfs Fläsch, beschrieb in einem kurzen Input, wie in seiner Gemeinde aus einer Vision Wirklichkeit geworden ist und wie dies schliesslich zur Verleihung des Wakkerpreises geführt hat. Fläsch habe den Wakkerpreis – eine Auszeichnung des Schweizer Heimatschutzes für beispielhaften Ortsbildschutz – nicht erhalten für architektonische Einzelleistungen, sondern für die innovative und richtungsweisende Ortsplanung, betonte er.

Am Anfang stand eine klare Vision, an der sich alle Folgeplanungen orientierten: Fläsch sollte ein schmuckes Weinbaudorf bleiben, so definierte es das Gemeindeleitbild. Entsprechend wurden die prägenden Rebberge mitten im Dorf, die allesamt als Bauland ausgewiesen waren, mittels Grünzonen gesichert. «Dabei erwies es sich als Glücksfall, dass in Fläsch bis dahin nicht viel gebaut worden war», sagte Heinz-Urs Kunz. Im Gegenzug zur Auszonung der Rebberge wurde am Dorfrand Bauland eingezont. Dieser Abtausch ermöglichte den Erhalt des typischen Ortsbilds einer kleinen Weinbaugemeinde.

Die Ausführungen von Heinz-Urs Kunz stiessen auf grosses Interesse beim Herisauer Publikum, unter dem auch mehrere Mitglieder des Gemeinderats waren. Insbesondere zeigte sich, dass der «Fall Fläsch» für Herisau trotz der ganz unterschiedlichen Ausgangslage in einzelnen Aspekten durchaus als Vorbild dienen könnte. So wurde in der Fragerunde unter anderem auch das Baubewilligungsverfahren thematisiert, dem in Fläsch ein sogenanntes «Vorprüfungsverfahren» vorgelagert ist. Dieses entspricht in den Grundzügen der Bauberatung, die im neuen Ausserrhoder Baugesetz vorgesehen ist.

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