Volksmusik, Märchen und Tanz beim «Heiden Festival»

Das «Heiden Festival» ging wie gewohnt am letzten Mai-Wochenende, diesmal mit dem Gastkanton Wallis, in die 8. Runde. Verteilt in ganz Heiden sorgten während drei Tagen Darbietungen verschiedener Künstler und Künstlerinnen für gute Stimmung und eine positive Atmosphäre unter den Besuchern.

  • Die polnische Gruppe «WLOD» aus Warschau/Lublin. (Bilder: Tami Signer)

    Die polnische Gruppe «WLOD» aus Warschau/Lublin. (Bilder: Tami Signer)

  • Nadja Räss und «stimmreise.ch3» singen a cappella.

    Nadja Räss und «stimmreise.ch3» singen a cappella.

Das diesjährige Motto des Festivals lautete «Stimmig». Ein äusserst abwechslungsreiches Programm mit 30 verschiedenen Musikformationen erwies dem Motto alle Ehre. Volksmusik, Weltmusik, Tanz und kulinarische Köstlichkeiten regten zum gemeinsamen Genuss der Vorstellungen und zusätzlich zu einem gemütlichen Miteinander an.

Einige Musiker und Künstler kamen aus Heiden und Umgebung, andere sind aber auch von weit her angereist. Erstmals konnte sogar eine Band aus den USA engagiert werden: «Tom Rigney and Flambeau» stellte am Freitagabend einen ersten Höhepunkt des «Heiden Festivals» dar. Aber auch Künstler und Künstlerinnen aus Polen, Österreich, Belgien, Sardinien, Griechenland und der ganzen Schweiz gaben ihre Auftritte zum Besten.

Vielfältige Vorstellungen

Die Vorstellungen fanden jeweils in unterschiedlichen Räumlichkeiten und Plätzen verteilt in Heiden statt. Im Kursaal, beim Dunant-Museum und unter anderem bei der Seeallee, wo sich auch Kinder reichlich austoben konnten. Gepaart mit der Bühnenmusik, deren vielfältigen Klänge die ganze Strasse erfüllten, kam rasch gute Laune bei Gross und Klein auf.

Am Sonntagmorgen sorgte die polnische Gruppe «WLOD» mit ihrem Blasorchester für einen fröhlichen Einstieg in den letzten Festival-Tag und animierte Kinder und Erwachsene zum Tanzen. Nach einem Spaziergang über den Panoramaweg zum Henry-Dunant-Museum, liessen vier Jodlerinnen von «stimmreise.ch 3» ihr Publikum auf Entdeckungsreise gehen und mischten mit ihren unterschiedlichen Stimmen Jodel, Jazz und Improvisation. Ein gelungenes «Heiden Festival» bei mehrheitlich schönem Wetter und einem vielversprechenden Programm.

Gastkanton Wallis

Dieses Jahr hiess der Gastkanton, nach Neuenburg im letzten Jahr, Wallis. Jeweils am Samstag- und Sonntagnachmittag wurden beim Erlebnis-Festzelt Seeallee neben Jodel, Musik und Erzählkunst auch Walliser Degustationen an diversen Ständen angeboten, ob traditioneller Wein, Käse oder Fleisch. Mit insgesamt vier Gruppen, darunter das «Volksmusikensemble apartig»,das «Jazz Alp Trio» und «Regula Ritler & JodelArt», reiste der Gastkanton an.

Am Sonntagnachmittag zog auch Andreas Weissen mit seiner humorvollen, fröhlichen Erzählkunst die Zuschauer in seinen Bann. Im Walliser Dialekt erzählte er mithilfe von Flöte und viel Gestik die Sage der «Gogwärgini», einst arbeitssamen Zwergen im Oberwallis. Die Lesung wurde ausserdem von Gebärdensprachdolmetscherin Vera Wiesendanger übersetzt, um Menschen mit einer Behinderung gleichfalls anzusprechen.

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