«Vögelinseggtunnel» ist nicht gut realisierbar

Im Nachgang der Präsentation der Klinikprojekte auf der Vögelinsegg im vergangenen Herbst, hat die politische Vereinigung Standpunkt Speicher einen offenen Brief an den Gemeinderat und an alle planenden Instanzen gerichtet. Darin wird angeregt, das Erschliessungskonzept zu überprüfen.

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Im Rahmen der Tiefbauarbeiten für die Kliniken biete sich die einmalige Chance, im Tagbau einen Kurztunnel vom heutigen Bahnübergang bis zur Haltestelle Vögelinsegg zu realisieren. In Absprache mit dem kantonalen Tiefbauamt haben die Appenzeller Bahnen im Oktober 2012 eine Studie in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die technische Machbarkeit verschiedener Varianten und die finanziellen Folgen aufzuzeigen. Diese Machbarkeitsstudie liegt nun vor. In einem Schreiben wird seitens der Appenzeller Bahnen zusammenfassend Folgendes festgehalten:

 „Insgesamt wurden sieben Varianten untersucht, wobei der Kurztunnel unter dem Klinikareal sowohl in Bezug auf das Kosten/Nutzen Verhältnis als auch aus technisch/betrieblicher Sicht sehr schlecht abschneidet. Der vorgeschlagene Kurztunnel mit der Unterquerung der Tiefgarage müsste aus geometrischen Gründen auf der St. Galler Seite unter die Hauptstrasse gelegt werden. Dies hätte einen sehr tiefen Einschnitt im Tagbau und eine minimale Überdeckung zur Tiefgarage zur Folge. Dabei wären Erschütterungen durch den Bahnbetrieb nicht auszuschliessen. Die Haltestelle Vögelinsegg könnte nur noch einspurig gestaltet werden. Eine zeitliche Staffelung der Projekte mit Vorinvestitionen der Bahn wäre notwendig und würde unweigerlich zu grossen Verzögerungen beim Bau der Kliniken führen. Hinzu kommt, dass eine Finanzierung eines solchen Tunnels in den nächsten Jahren kaum möglich sein wird. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es den Appenzeller Bahnen mittel- bis längerfristig nicht möglich sein wird, einen „Vögelinseggtunnel“ zu realisieren und wenn, gäbe es bessere Varianten als jene unter der Klinik.“ (Appenzeller Bahnen).

Der Gemeinderat wie auch die planenden Instanzen nehmen den Bericht dankend zur Kenntnis. Die Planer wie auch die Behörden sind sich der schwierigen Erschliessungsproblematik auf der Vögelinsegg bewusst. Das vorgelegte Erschliessungskonzept, das in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Tiefbauamt, den Appenzeller Bahnen, der Kantonspolizei und den Verkehrsplanern erarbeitet wurde, wird von allen Seiten als praktikabel beurteilt. Die wesentlichsten Elemente der Erschliessung sind die Tiefgaragen, die über die Staatsstrasse direkt erschlossen werden können. Der Quartierplan sieht auch vor, dass eine allfällige Erschliessung der übrigen nordwärts gelegenen Baugebiete über die Tiefgarageneinfahrt der Kliniken erfolgen soll. Damit kann der Individualverkehr auf der Vögelinsegg auf das Notwendige beschränkt werden.

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