Viele Zinnteller wurden überreicht

Junge Maurer und Strassenarbeiter haben am Montagabend ihr Diplom erhalten. Zum Abschied ihrer dreijährigen Lehrzeit waren die Absolventen Inner- und Ausserrhodens von den Baumeistern und Lehrpersonen zu einem kleinen Fest mit Nachtessen im Restaurant Freudenberg, Appenzell, eingeladen.

  • Die Baumeister feiern mit den jungen Berufsleuten. (Bilder: Esther Ferrari)

    Die Baumeister feiern mit den jungen Berufsleuten. (Bilder: Esther Ferrari)

  • Die bestbenoteten Absolventen beider Appenzell im Maurerberuf.

    Die bestbenoteten Absolventen beider Appenzell im Maurerberuf.

Eine fröhliche Stimmung prägte den Anlass, getragen von der Freude, die Lehre hinter sich und das Diplom in den Händen zu haben. Auf die Frage an die jungen Leute, ob sie diesen Beruf wieder wählen würden, kamen spontan positive Antworten. Trotz der heissen Tage, des Regenwetters, der Nässe, des Schnees und Schmutzes: Maurer und Strassenbauer lieben ihre Arbeit. Es sei eine gute Grundlage, um sich später weiterzubilden – als Bauleiter zum Beispiel –, sagte einer der Diplomanden.

«Grad use»

Die Zusammenarbeit habe in dieser Branche einen hohen Stellenwert. Es gebe kaum ein «Ich bin schneller»- oder «Ich bin besser»-Denken. Man müsse zusammenhalten und habe ein gemeinsames Ziel, meinte ein anderer. Sich zu bewegen, anpacken zu können, nicht den ganzen Tag in einem Raum zu sitzen, die eigene Kraft einzusetzen, mit Maschinen umgehen zu lernen, das alles sei super. «Wir sind offen und direkt zueinander, ‹grad use›, und das ist schön.» Eine weitere Person sagte: «Wir haben ein gutes Verhältnis zu unseren Vorgesetzten.» Die Antworten sprudelten. Nein, Frauen gebe es nur sehr wenige in diesem Beruf. Er sei körperlich doch etwas zu anspruchsvoll. Die Berufsschule? Ja, die sei sehr interessant.

In seiner Ansprache zu Beginn des Anlasses wies Josef Zimmermann, der Präsident des Baumeisterverbands beider Appenzell, auf das lebenslange Lernen hin und erklärte, was der Ausdruck «gutes Fundament» seit Tausenden von Jahren bedeutet – zum Beispiel damals, als die alten Römer ihre Wege gebaut haben. «Seid stolz auf das, was ihr gelernt habt», ermunterte er die Jungen.

Peter Knöpfel ersetzt Werner Vicini

Zum ersten Mal verteilte der neue Lehrlingsobmann Peter Knöpfel die Diplome. Sein Vorgänger Werner Vicini, der im Mai 2023 zurückgetreten ist, war als Gast anwesend und wurde für seinen jahrelangen Einsatz für die Lehrlinge geehrt. Während 25 Jahren war er Prüfungsexperte.

Ein Blick auf die Noten zeigt einmal mehr: Lehrlinge beider Appenzell sind bei Prüfungen eine Spur besser als Lernende aus anderen Kantonen. Alle Absolventen ab Note 5,1 erhielten einen Zinnteller.

Maurerlehrlinge 2023: Fabian Rotach, Note 5,4, «Knöpfel Kundenmaurer», Waldstatt; Moser Marvin, Note 5,4, «Sutter AG», Appenzell; Rempfler Mauro, Note 5,3, «Vicini Bau AG», Appenzell; Jakob Roman, Note 5,2, «Ernst Künzle AG», Walzenhausen; Koller Silvano, Note 5,1, «Vicini Bau AG», Appenzell. – Weitere Maurerlehrlinge mit Diplom: Betschart Jim, «Slongo AG», Herisau; Bianchi Nico Leandro, «Wenk AG», Wald AR; Ehammer Adrian, «Appenzellerbau AG», Appenzell; Graf Silvan, «Hohl AG», Heiden; Prete Luca, «Hohl AG», Heiden; Fleisch Philip, «Sutter AG», Appenzell. Notendurchschnitt der Maurer beider Appenzell: Note 4,9.

Baupraktiker EBA: Zimmermann Julian, Note 5,0, «Hohl AG», Heiden.

Strassenbauer 2023: Zähner Samuel, Note 5,6, «Hörler Tiefbau AG», Niederteufen; Fässler Jan, Note 5,5, «Alpstein Bau + Technik AG», Appenzell; Inauen Adrian, Note 5,5, «Koch AG Strassen und Tiefbau», Appenzell; Peterer Samuel, Note 5,5, «Zimmermann Strassen und Tiefbau», Appenzell/Hundwil; Rusch Ralph, Note 5,3, «Zimmermann Strassen und Tiefbau», Appenzell/Hundwil. – Weitere geehrte Strassenbauer: Hautle Nicolas, «Slongo AG», Herisau; Pellegatta Emanuele, «Slongo AG», Herisau. Notendurchschnitt der Strassenbauer beider Appenzell: Note 5,2.

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