Viele Gründe zur Dankbarkeit

Auch in diesem Jahr wurde durch den Pfarreirat und die Frauen- und Müttergemeinschaft Schlatt am eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag der beliebte Erntedankanlass organisiert.

  • Tracht und Trächtlein am Erntedankfest in Schlatt. (Bilder: Vreni Peterer)

    Tracht und Trächtlein am Erntedankfest in Schlatt. (Bilder: Vreni Peterer)

  • Die gespielte Sonnenblumengeschichte zu den Themen «Zuwendung, Sorgfalt, Pflege und Liebe» regte zum Nachdenken darüber an, was es alles zum Gedeihen braucht.

    Die gespielte Sonnenblumengeschichte zu den Themen «Zuwendung, Sorgfalt, Pflege und Liebe» regte zum Nachdenken darüber an, was es alles zum Gedeihen braucht.

Traditionsgemäss begann das Fest am vergangenen Sonntag mit einem Gottesdienst in der Schlatter Kirche St. Josef, wo Frauen den Platz vor dem Altar reichlich mit den Gaben der Natur geschmückt hatten. Es war ein prächtiger, farbenfroher Anblick. Das Motto der Messe lautete «Sonnenblume», was unschwer zu erkennen war. Denn im vorderen Teil der Kirche waren überall wunderbare Sonnenblumen in verschiedensten Grössen auszumachen.
Im Rahmen ihrer Predigt sagte Seelsorgerin Gabriele Volk, dass die Schöpfung die Menschen gerade in der Erntezeit zum Danken einlade. Und zwar nicht nur für all die Dinge, die derzeit reifen oder die Ernte, die man im Sommer einfahren durfte. Sondern auch für all das, was wir tagtäglich übers Jahr aus der Natur bekommen: Die Milch der Kühe, das Fleisch auf dem Teller, Kräuter, Blumen und vieles mehr. «Grund zur Dankbarkeit sind auch unsere Kinder, die vor unseren Augen wachsen und gedeihen, denen wir unsere Liebe schenken dürfen und die uns Freude ins Herz zaubern», so Volk.

Ministrant verabschiedet

Die Ministranten der Pfarrei Schlatt seien laut Volk ein weiterer Grund, um dankbar zu sein. Dieses Jahr gab es leider keine Neuaufnahme, dafür eine Verabschiedung. Nach mehrjährigem treuen Ministrantendienst wurde Urs Brülisauer mit einem Präsent und kräftigem Applaus verabschiedet.
Am Erntedankfest in Schlatt wurde auch an die von Armut betroffenen Mitmenschen im Appenzellerland gedacht, indem das Opfer für «Especita» aufgenommen wurde. Bei «Especita» können Armutsbetroffene kostenlos Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Gebrauchs (zum Beispiel Hygieneartikel) holen.

Gemütliche Stunden

Finanziert wird «Especita» über Spenden. Es kann also nur so viel verteilt werden, wie Spenden eingehen. Alle frischen Lebensmittel kommen von der St.Galler Tafel. «Die Kirchenverwaltung bezahlt für die Sachen lediglich einen symbolischen Betrag, da die Pfarrei Mitglied des Vereins St.Galler Tafel ist», erklärte die Seelsorgerin.
Dankbare Leute gab es dann auch im Anschluss in der Schlatter Turnhalle, wo ein gemeinsames Mittagessen und ein reichhaltiges Dessertbuffet warteten. Bei Speis und Trank sowie einer kniffligen Schätzfrage vergingen die Stunden wie im Fluge.

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar