Viel Knochenarbeit im Hintergrund

Die Gruppe für Innerrhoden (GFI) hat am Freitag, 7. Juni, in der «Linde» Appenzell die 55., gut besuchte ordentliche Hauptversammlung durchgeführt. Brisante Geschäfte standen nicht an, dennoch gab es rege Diskussionen über verschiedene politische Anliegen.

  • Das Kassieramt der Gruppe für Innerrhoden wechselt von Ruedi Huber zu Barbara Wettmer. (Bild: zVg)

    Das Kassieramt der Gruppe für Innerrhoden wechselt von Ruedi Huber zu Barbara Wettmer. (Bild: zVg)

Bedingt durch die dominierende hängige Totalrevision der Kantonsverfassung war 2023/24 in der GFI vor allem viel Knochenarbeit im Hintergrund geleistet worden. Stark beschäftigte neu die Umnutzung des Kapuzinerklosters. Die Gruppe für Innerrhoden wird ein Auge darauf werfen, dass die historische Substanz des Zeitzeugen erhalten bleibt. Dass der Abbruch des typischen Appenzeller Wohnhauses an der Kaustrasse nicht wie durch die GFI beantragt der Schulgemeinde vorgelegt werden soll, wird sehr bedauert.

Der sechsköpfige Vorstand und die Revisoren wurden ohne Gegenstimmen bestätigt. Einen Wechsel gibt es einzig intern beim Kassieramt. Ruedi Huber tritt die Charge nach insgesamt neun Jahren an die ehemalige Grossrätin Barbara Wettmer ab. Er verbleibt jedoch im Vorstand. Für die total zwei Dutzend Jahre Engagement für die GFI auch als Aktuar, Beisitzer und Rechnungsrevisor wurde Ruedi Huber ein Präsent als Dank und Ehrung überreicht.

Der allen Haushalten zugestellte «Vasnachtsfreund» 2023 (!) schloss wegen der massiv gestiegenen Kosten für Papier und Druck und gleichgebliebener Einzahlungen mit einem empfindlichen Defizit ab, was in der Jahresrechnung zu einem Verlust führte.

Die Hauptversammlung hatte auch Stellung zu nehmen zu einer Aktualisierung der 1992 formulierten Grundsätze und konkreten Zielsetzungen für die politische Arbeit der GFI. Die in Vorstand und einer Mitgliederzusammenkunft eingehend ausdiskutierte Vorlage wurde mit einigen meist redaktionellen Anpassungen einstimmig verabschiedet. Es gibt keine wesentlichen neuen Akzente. Die GFI wird sich weiterhin für ein demokratisches, soziales und umweltfreundliches Innerrhoden einsetzen, unabhängig und kritisch-konstruktiv. Nach der Annahme der formellen Revision der Kantonsverfassung öffnet sich nun materiell ein breites Arbeitsfeld.

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