Verzicht auf Holzschnitzelheizung beim Bürgerheim

Der Kredit für die Sanierung und Erweiterung des Bürgerheims beinhaltet unter anderem den Einbau einer Holzschnitzelheizung. Die im Rahmen der Projektabwicklung vorgenommenen Abklärungen zeigen nun, dass eine Sole-Wasser-Wärmepumpe für das Bürgerheim deutliche Vorteile bringt. Auf den Einbau einer Holzschnitzelheizung wird daher verzichtet.

  • Für das Bürgerheim empfehlen die Fachplaner eine kostengünstigere Sole-Wasser-Wärmepumpe. (Archivbilder: app24/H9)

    Für das Bürgerheim empfehlen die Fachplaner eine kostengünstigere Sole-Wasser-Wärmepumpe. (Archivbilder: app24/H9)

  • Für das Bürgerheim empfehlen die Fachplaner eine kostengünstigere Sole-Wasser-Wärmepumpe. (Archivbilder: app24/H9)

    Für das Bürgerheim empfehlen die Fachplaner eine kostengünstigere Sole-Wasser-Wärmepumpe. (Archivbilder: app24/H9)

Am 24. April 2022 stimmte die Landsgemeinde einem Rahmenkredit von 38 Millionen Franken inklusive zwei Millionen Franken Bauherrenreserve für die Sanierung und Erweiterung des Bürgerheims zu. Der Kreditantrag wies unter anderem Mehrkosten von 0,5 Millionen Franken für eine Holzschnitzelheizung aus.

Im Rahmen der Abwicklung des Vorprojekts beantragte der Lenkungsausschuss, den Einbau einer Holzschnitzelheizung zu überprüfen und die Vor- und Nachteile gegenüber einer Sole-Wasser-Wärmepumpe aufzuzeigen.

Sole-Wasser-Wärmepumpe bringt Vorteile

Nach vorgenommener Prüfung empfehlen die Fachplaner klar eine Sole-Wasser-Wärmepumpe. Die Energie- und Betriebskosten sind im Vergleich zu einer Holzschnitzelheizung pro Jahr um 20 000 Franken tiefer, mittelfristig wächst diese Differenz sogar noch an. Sodann verursacht der Betrieb von Wärmepumpen im laufenden Unterhalt deutlich weniger Arbeit als eine Holzschnitzelheizung. Sole-Wasser-Wärmepumpen haben zudem den Vorteil, dass sie mit geringem Aufwand für die passive Kühlung des Gebäudes eingesetzt werden können, um so im Sommer ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Mit einer Holzschnitzelheizung wäre dies nur unter Einsatz einer aktiven Kühlung, also mit einer Klimaanlage, möglich. Das wäre wiederum mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden.

Umgang mit der Projektänderung

Gestützt auf den Antrag des Lenkungsausschusses hat die Standeskommission beschlossen, auf den Einbau einer Holzschnitzelheizung zu verzichten und stattdessen Sole-Wasser-Wärmepumpen einzusetzen. Der bewilligte Kredit von 38 Millionen Franken wird entsprechend um die im Kreditantrag ausgewiesenen Mehrkosten für die Holzschnitzelheizung von 0,5 Millionen Franken reduziert.
In diesem Zusammenhang hat sich die Standeskommission auch mit der Frage auseinandergesetzt, wie mit Projektänderungen umgegangen werden soll. Bei Vorhaben, für die noch kein Vorprojekt vorliegt und für die ein Rahmenkredit eingeholt wird, gehören Änderungen zur normalen Abwicklung. Solche projektbedingten Anpassungen am Raumprogramm, der räumlichen Anordnung oder in der baulichen Erscheinung können ohne weiteres vorgenommen werden. Handelt es sich jedoch um eine erhebliche Änderung an einem Teil, für den ein spezieller Kreditbetrag eingestellt wurde, ist die Öffentlichkeit zu informieren. Dies wird nun beim Verzicht auf die Holzschnitzelheizung im Bürgerheim so gemacht. Sollten am Gesamtprojekt sogar elementare Änderungen oder ein Verzicht auf die Ausführung nötig werden, wie dies beim AVZ+ der Fall war, müsste ein neuer Entscheid der Landsgemeinde eingeholt werden.

Weitere Informationen zum Projekt Bürgerheim finden sich online unter www.ai.ch/buergerheim.

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