Versuch mit TIER-e-Fahrzeugen wird verlängert

Im vergangenen Jahr entschied sich die Gemeinde Teufen, einen Versuchsbetrieb mit TIER-Trottinetts und e-Bikes durchzuführen. Von Mitte April bis Ende November 2023 waren 30 Trottinetts und zehn e-Bikes in Teufen stationiert.

  • (Symbolbild: Bigstock)

    (Symbolbild: Bigstock)

Ziel des Versuchsbetriebs war es, Daten über das Nutzerverhalten und die Akzeptanz gegenüber der neuen Mobilitätsform zu erhalten, teilte die Gemeindekanzlei mit.

Nach Abschluss der Versuchsphase kann festgehalten werden, dass während der Testphase insgesamt 4114 Fahrten über 5760 Kilometer durchgeführt wurden. Durchschnittlich wurde jedes TIER-e-Fahrzeug fast einmal pro Tag benutzt. Die Hauptnutzung lag unter der Woche morgens, mittags und früh abends sowie am Wochenende in den Abend- und Nachtstunden. Die Nutzerstruktur zeigt, dass 38  Prozent der Nutzer zwischen 25 und 34 Jahren alt waren. Während des Probebetriebs wurden keine Unfälle, jedoch drei Sachbeschädigungen gemeldet.

Während der Pilotphase gingen einige Beschwerden, am Sitz TIER in St.Gallen und der Gemeindeverwaltung ein. Etwa 30  Prozent der Beschwerdeführer stehen dem Angebot von TIER in der Gemeinde generell ablehnend gegenüber. Fast 60 Prozent beklagten sich über falsch oder wild geparkte Fahrzeuge. Die restlichen 10 Prozent störten sich an Fahrzeugen, welche mehrere Tage an derselben Stelle oder auf dem Trottoir abgestellt waren.

Aufgrund dieser Rückmeldungen hat TIER der Gemeinde diverse Verbesserungen in Aussicht gestellt, wurde mitgeteilt. TIER plant die Einführung mehrerer Massnahmen, darunter die Verbesserung der GPS-Genauigkeit zur Vermeidung von Parkverstössen, die Einrichtung von Bonusparkzonen und die Einführung der «Photo after Ride»-Technik, bei der die Abmeldung der Fahrt nur noch mit einem Foto möglich ist. Ebenso sollen bei Fehlverhalten der Nutzerinnen und Nutzer Bussen ausgestellt werden.

Aufgrund dieser Auswertung und der eingegangenen Rückmeldungen hat der Gemeinderat beschlossen, einem weiteren Versuchsbetrieb bis Herbst 2024 mit fest definierten Abstellplätzen im Zentrum und angepassten Zonen ausserhalb des Zentrums zuzustimmen.

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