Vernissage im Bürgerheim

Am Samstagnachmittag fand im Bürgerheim Appenzell eine besondere Vernissage statt. Nämlich für eine Fotoausstellung ausschliesslich für und über die Bewohnenden des Heims.

  • Volles Kafistübli im Bürgerheim. (Bilder: Monika Schmid)

    Volles Kafistübli im Bürgerheim. (Bilder: Monika Schmid)

  • Einladende, spannende Fotogalerie.

    Einladende, spannende Fotogalerie.

  • Stiftungsratspräsident Markus Fässler im Gespräch mit Frau Statthalter Monika Rüegg Bless.

    Stiftungsratspräsident Markus Fässler im Gespräch mit Frau Statthalter Monika Rüegg Bless.

  • Volles Kafistübli im Bürgerheim.

    Volles Kafistübli im Bürgerheim.

  • Einladende, spannende Fotogalerie.

    Einladende, spannende Fotogalerie.

  • Marlies Manser, Leiterin Pflege und Betreuung des Bürgerheims.

    Marlies Manser, Leiterin Pflege und Betreuung des Bürgerheims.

  • De Baazli und seine Kollegen.

    De Baazli und seine Kollegen.

  • Albert Manser.

    Albert Manser.

  • Albert und Marlies Manser mit Spitaldirektor Markus Bittmann.

    Albert und Marlies Manser mit Spitaldirektor Markus Bittmann.

  • Stiftungsratspräsident Markus Fässler, Stiftungsrat Hermann Grosser von der Stiftung Carl Sutter, Albert Manser.

    Stiftungsratspräsident Markus Fässler, Stiftungsrat Hermann Grosser von der Stiftung Carl Sutter, Albert Manser.

Der Rundgang durch die Ausstellung sorgte gleich für angeregten Gesprächsstoff, denn zu sehen sind alle Bewohner im Portrait. Zu jedem Portrait gehört eine schöne Aufnahme vom jeweiligen Lieblingsplatz – sei es das Elternhaus, ein spezieller Ort im Alpstein oder das Heimetli, das man viele Jahrzehnte bewirtschaftet und gepflegt hat. Alle Fotos sind in schwarz/weiss gehalten und einheitlich gerahmt bilden sie eine einladende Galerie.

Die Stuhlreihen im Kafistöbli des Bürgerheims waren bis zum hintersten Platz besetzt und so konnte die Leiterin Marlies Manser fast sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Gästen herzlich zur Vernissage begrüssen. Dass auch Frau Statthalter Monika Rüegg-Bless und Spitaldirektor Markus Bittmann der Einladung gefolgt, sind freute sie und das Organisationsteam sehr.

In ihrer Begrüssungsansprache dankte Manser vielen «guten Seelen», die zu dieser gefreuten Ausstellung beigetragen haben. Ja, ein richtiges Festli mit Live-Musik konnte dazu organisiert werden. Sofort war «der Baazlis-Franz mit siine Kollege» für diesen Auftritt zu haben, ein Glück, denn viele seien doch an diesem Wochenende am eidgenössischen Schwingfest, lachte sie.

Damit übergab sie das Wort ihrem Mann Albert Manser, der alle Bewohnerinnen und Bewohner des Bürgerheims sowie ihre besonderen Plätze fotografiert hat. Rund 80 Stunden sei er unterwegs gewesen, viele Orte hätte er als Einheimischer noch gar nicht gekannt. So sei er durch dieses Projekt an manch wunderbare Plätzchen gekommen. Sogar bis auf die Alpen und hoch in den Alpstein hat ihn dieses Fotoprojekt geführt. Daheim warteten die Portraitierten gespannt auf ihr Bild vom Lieblingsort. Kritisch nahm man es nun an der Ausstellung unter die Lupe, um zu sehen, ob und was sich inzwischen vielleicht verändert hat. Und ein Strahlen ging dabei über manches Gesicht, wenn festgestellt wurde «joho, sieht allno eebe glich uus».

Für die Portraits wurde im Keller des Bürgerheims ein Fotostudio eingerichtet. Mit Hintergrundblachen und grossen Scheinwerferlampen wurde gearbeitet. Als der «Grebeles-Emil» zum Shooting aufgeboten wurde meinte er: «Heieiei, e derigi Irichtig – jä göll, för en Schöne bruchts halt da!» Natürlich wurde man vorher noch chic zurecht gemacht. Ursula Büchler, Christina Neff und Laura Stark sorgten mit viel Freude an der Sache dafür, dass man «gsonnteged» daherkam und die Frisur tiptop sass.

Albert Manser erklärte, dass die dabei entstandenen Portraits einerseits als Wegweiser im Bürgerheim dienen, damit man von Besuchern schnell gefunden wird. Und auch den eigenen «Heimweg» finde man so leichter, sehen doch die drei Stockwerke des Heims ziemlich zum Verwechseln ähnlich, wenn man irrtümlich auf der falschen Etage aus dem Lift steigt. Andererseits hat man so ein aktuelles, schönes Selbstbildnis. Meistens findet man von sich selber eher ältere Schnappschüsse, oft zusammen mit weiteren Personen auf dem Bild oder mehr oder weniger missglückte Passfotos aus dem Bahnhofautomaten.

Dass dieses Projekt zustande kommen konnte, ist vor allem auch zwei grosszügigen Sponsoren zu verdanken und zwar der Hatt-Bucher-Stiftung und der Carl-Sutter-Stiftung. Bei letzterer konnte sich Albert Manser persönlich bedanken, denn Stiftungsrat Hermann Grosser und Stiftungsratspräsident Markus Fässler waren ebenfalls zur Vernissage gekommen.

Abschliessend lud Marlies Manser alle zum Apéro und einer vergnügten Wanderung durch die Fotoausstellung ein.

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