Verkehrsplanung wird auf Eis gelegt

Die Idee einer Erschliessungsverbindung vom Unterrain zum Hirschberg Rank östlich von Appenzell bleibt vorerst Papier.

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Viele Interessierte fanden sich am Montagabend im Restaurant Alpstein in Appenzell ein, um sich die Idee eines neuen Strassenzugs am Ostrand des Dorfes erläutern zu lassen. Aber: Das Vorprojekt wandert in die Schublade.
Das Dorf Appenzell wächst, und mit ihm die Verkehrsbelastung auf den bestehenden Hauptachsen. Deshalb wurde im Rahmen eines Masterplans Verkehr, den der Grosse Rat 2008 angeregt hatte, die Idee einer Verbindung zwischen Bahnhofstrasse und Unterrainstrasse zur Weissbadstrasse und deren Fortführung über die Sitter und hinauf zum Hirschberg Rank geprüft. In einem aufwändigen Planspiel, das die Gegebenheiten der Topografie, aber auch bestehende und beabsichtigte Quartierpläne berücksichtigt, wurde eine mögliche Linienführung tatsächlich gefunden.
Man habe sie bis auf Stufe Vorprojekt ausgearbeitet, führte Bauherr Stefan Sutter aus, und dieses dann den betroffenen Bezirken zur Vernehmlassung unterbreitet. Leider sei festzustellen, dass «es heute vollständig unmöglich ist, einen Konsens herbeizuführen», sagte Sutter. Man habe die Ideen sehr kontrovers diskutiert, aber keine Einigung erzielt. Der neue Strassenzug hätte die Qualität einer Bezirksstrasse und würde fünfzehn Millionen Franken kosten. Und er wäre nur bedingt eine Alternative für Eilige.

Als einzig machbare Alternative zu überlasteten Hauptachsen wird die Linienführung als Freihaltezone in die kantonale Richtplanung aufgenommen. Ob in zehn oder erst in zwanzig Jahren gebaut wird, bleibt demnach offen.

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