Verkauf rettet Arbeitsplätze von Textilveredler

Die Herisauer Textilfirma Cilander hat den Verkauf von zwei Geschäftseinheiten an eine französische Firma vereinbart. Damit sollen gemäss dem Cilander-CEO am Hauptsitz rund 30 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Der Verkauf ändert jedoch nichts an der Schliessung der Textilfirma sowie am Ende der Produktion in Herisau und Flawil.

  • (Archivbild: app24/H9)

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Die französische Firma Chargeurs PCC Fashion Technologies (CFT PCC) übernimmt unter anderem das Segment der technischen Textilien, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen hiess. In Herisau übernehme CFT PCC die Alumo AG, wie Cilander-CEO Burghard Schneider auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte. Die Cilander Tochterfirma Alumo AG ist auf das Geschäft mit Hemdenstoff spezialisiert.

Büro mit 30 Personen

«Zudem wird es am Standort Herisau weiterhin ein Büro geben, welches den Vertrieb und die Verwaltung verschiedener Marken von Cilander weiterführt», so Schneider. Er ging davon aus, dass künftig insgesamt rund 30 Personen in Herisau tätig sein werden. Teilweise auch Personen, die bereits bei der Cilander gearbeitet haben.

Dagegen beabsichtige CFT PPC, am Standort der Cilander-Fabrik in Lützelflüh BE weiterhin im Bereich der technischen Textilien zu produzieren. Es besteht gemäss Schneider auch die Möglichkeit, dass der dortige Standort mit bisher 17 Mitarbeitenden von den neuen Besitzern ausgebaut wird.

50 Arbeitsplätze rettet

CFT PPC plane, gewisse Maschinen der Cilander zu kaufen und von Herisau nach Lützelflüh zu bringen. «Von den ursprünglich verlorenen Arbeitsplätzen sollten wir unter dem Strich rund 50 retten können», bilanzierte Schneider.

Die Firma Cilander beschäftigte zuletzt rund 190 Mitarbeitende. An einer ausserordentlichen Generalversammlung hatten die Aktionäre gemäss einer Mitteilung vom Februar die endgültige Schliessung des Unternehmens aufgrund stark gesunkener Nachfrage nach Textilprodukten beschlossen.

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