Vereinsleben fördert und stärkt den Zusammenhalt

Die Hauptversammlung der Frauen- und Müttergemeinschaft (FMG) und der Famidea hat am Dienstagabend in der Aula Gringel stattgefunden. Die Versammlung, die traditionsgemäss zehn Tage vor der Fasnacht abgehalten wird, lockte rund 300 Frauen an. Der Abend stand im Zeichen von Gemeinschaftsprojekten, künstlerischen Darbietungen und humorvollen Momenten.

  • In der hinteren Reihe der Vorstand der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell mit Präsidentin Luzia Koch-Inauen (Dritte von rechts) und vorne die Kerngruppe der Famidea mit Präsidentin Beatrice Koller-Manser (Dritte von rechts). (Bild: zVg)

    In der hinteren Reihe der Vorstand der Frauen- und Müttergemeinschaft Appenzell mit Präsidentin Luzia Koch-Inauen (Dritte von rechts) und vorne die Kerngruppe der Famidea mit Präsidentin Beatrice Koller-Manser (Dritte von rechts). (Bild: zVg)

Die vom Serviceteam gemütlich hergerichtete Aula lud zum Verweilen ein. Als Dekoration dienten mit Hauswurzen bepflanzte alte Tässeli – ein wahrlich ressourcenschonender Hingucker. Auch der Gabentempel im Foyer bildete ein frohes Farbenspiel. Er war der grosszügigen Unterstützung vieler Geschäfte in und um Appenzell zu verdanken. Der Lösliverkauf durch die Famidea-Frauen trug zur lebhaften Atmosphäre bei.

Oberstufenband und Stiftung Ylenia

Unter der Leitung von Daniel Untersander präsentierte die Oberstufenband Appenzell eine mitreissende musikalische Einlage, welche die Stimmung für den Abend setzte. Die sieben jungen Musiker wussten ihre eigens ausgelesenen, teils in nur wenigen Wochen einstudierten Songs leichtfüssig und gehörfällig zu präsentieren. Daraufhin ergriff Charlotte Lenhard das Wort, um über ihr Herzensprojekt, die Stiftung Ylenia, zu berichten. Ihre bewegenden Worte und Bilder vermittelten allen eindrücklich die Wichtigkeit von Solidarität und Unterstützung in der Gemeinschaft. Dank der Einnahmen der Schätzfrage konnte ihr die grosszügige Summe von über 1700 Franken für die Stiftung übergeben werden.

Engagierte Famidea-Frauen

In ihrem Jahresbericht liess Famidea-Präsidentin Beatrice Koller-Manser das vielfältige Programm mit 20 Anlässen nochmals Revue passieren: Handlettering, Erstkommunikantinnenkränzli binden, Insektenhotel oder Hexehüsli aus Lebkuchen bauen, Umgang mit Pferden lernen, Besuch beim Jäger, Besichtigung der Polizei oder des Steinbruchs Schatten. Alljährlich wiederkehrende Anlässe sind die Kinderfasnacht mit Umzug, der Klauseinzug, das Kasperlitheater, der Kinderflohmarkt, und auch der Chrabbeltreff findet regelmässig statt. Ebenfalls wurden Kursabende für die jungen Eltern angeboten und rege genutzt. Eliane Eugster, die «Schreibfee», hat das Team allerdings verlassen und wurde durch Manuela Rusch-Neff ersetzt.

Vorstand für weiteres Jahr bestätigt

Nach zehn Jahren reichte Conny Meier-Fässler ihre Demission als Rechnungsrevisorin ein. Neu wird Andrea Koller-Hutter dieses Amt übernehmen. Die Präsidentin sowie die Vorstandsfrauen wurden bestätigt – Protokoll, Jahresrechnung und die vielen Stunden Freiwilligenarbeit mit Applaus verdankt.
Das Angebot der FMG Appenzell reicht von religiösen bis zu geselligen Anlässen für jedes Alter, berichtete Luzia Koch in ihrem Jahresbericht. Maiandachten, Vereinsmessen, Abendgang und Rorategottesdienst bieten Kraft und Zuversicht. Gemütlichkeit versprechen der alljährlich gut besuchte Vereinsausflug, Fraue-Zmorge, Architektur-Spaziergang, die Nachmittagswanderung sowie Treffs zu verschiedenen Themen. Im laufenden Jahr steht ausserdem Dot-Painting, das Herstellen von Naturseife oder Kreatives mit Gartenblumen auf dem Programm. Zudem starten im Sommer weitere Sprachkurse.

Sandmalerei als Höhepunkt

Als weiteren Höhepunkt des Abends präsentierte Marianne Rivas mit Musik, Gesang und Show umrahmte beeindruckende Sandmalereien. Ihre Kunstwerke fesselten die Zuschauerinnen und verliehen dem Abend eine künstlerische Note. Die gelungene Veranstaltung stärkte nicht nur den Zusammenhalt der FMG und Famidea, sondern zeigte auch, wie vielfältig, unterhaltsam und engagiert die Gemeinschaft in Appenzell ist. Grussworte vom Katholischen Frauenbund St. Gallen-Appenzell überbrachte Kantonalpräsidentin Alexa Sutter. Auch Präses Pfarrer Lukas Hidber sprach Dankesworte aus und sorgte mit dem Witz «Chom abe vom Boom, sös hauen om» zum Abschluss der Hauptversammlung für herzhaftes Gelächter und einen humorvollen Ausklang.

9
4

Weitere Artikel

  • Symbolbild: bigstock

Schreibe einen Kommentar