Urs Fritsche übergibt nach 12 Jahren an Urs Fuchs

An der Kirchhöri vom Freitag, 22. März, demissionierte Urs Fritsche nach 12 Jahren als Beisitzer aus dem Kirchenrat. Urs Fuchs wurde einstimmig als Nachfolger gewählt. Die Versammlung sprach sich für den Beitrag zur Renovierung des Klosters Wonnenstein aus. Das seit Jahren aufgeschobene Problem des Wasseraustritts aus der Natursteinmauer wird in nächster Zeit in die Hand genommen.

  • v.l.n.r: Jonny Dörig (Präsident), der neu gewählte Urs Fuchs, der verabschiedete Urs Fritsche, Marianne Roth (Aktuarin), Stefanie Inauen (Kirchenpflegerin) und Armin Fässler (Präses). (Bild: Eveline Schiegg)

    v.l.n.r: Jonny Dörig (Präsident), der neu gewählte Urs Fuchs, der verabschiedete Urs Fritsche, Marianne Roth (Aktuarin), Stefanie Inauen (Kirchenpflegerin) und Armin Fässler (Präses). (Bild: Eveline Schiegg)

«Noch nie tat ich mich mit der Wortfindung für eine Einleitung so schwer.», so Kirchenratspräsident Jonny Dörig. Dabei thematisierte er drei aktuelle Gegebenheiten, welche in aller Munde sind. Sei es der Angriff von Russland auf die Ukraine, welcher sich – so Jonny Dörig – mittlerweile zu einem Abnutzungskrieg mit offenem Ausgang entwickelt hat. Oder aber der Angriff der palästinensischen Terroreinheit auf die israelische Bevölkerung. Bildlich stelle Jonny Dörig einen Vergleich des Gazastreifens mit dem Kanton Appenzell Inner- und Ausserrhoden dar. Ohne Urnäsch weist der Gazastreifen ziemlich genau die gleiche Fläche auf, wobei im Gazastreifen auf gleicher Fläche mehr als dreissig Mal mehr Menschen wohnen. «Ob die aktuell laufenden Vergeltungsmassnahmen durch den israelischen Staat angemessen oder eher schon in die Kategorie Völkermord einzuordnen sind, darf mindestens hinterfragt werden.», so Jonny Dörig. Eine Situation wie in Palästina könne verhindert werden, ob man es hören wolle oder nicht, das Zauberwort heisse «Integration». Das dritte Thema – ebenso aktuell – die aufgedeckten Missbräuche in der Katholischen Kirche. Dieses «schwarze Kapitel» hinterlasse einen massiven Reputationsschaden an der Kirche als Organisation. «Es ist nicht angebracht» so Jonny Dörig, «wegen diesen Vorkommnissen die Kirche generell zu verteufeln und einfach Ordensleute und Priester unter Generalverdacht zu stellen.».

Erneuerung der Innenbeleuchtung

Durch das Verbot von Glühlampen ist auch der Kirchenrat in Brülisau gezwungen, die Beleuchtung in der Kirche durch LED-Leuchtmittel zu ersetzen. Ein Teil davon wurde bereits realisiert und stelle ein befriedigendes Resultat dar. Der weitere Schritt wird nun die Beleuchtung auf der Empore, des Altarraumes, der Seitenaltäre und der Sakristei sein. Der Aufwand dafür wird etwas grösser ausfallen, da zum Teil neue Stromschienen verlegt werden müssen. Der Aufwand wird auf ungefähre 30’000 Franken geschätzt.

«Tropfsteinhöhle» Friedhofkapelle

Schon vor einiger Zeit wurde festgestellt, dass bei der Natursteinmauer, in welcher die Friedhofkapelle und der Geräteraum untergebrachte sind, Wasser austritt. Dies führt nun dazu, dass sich die Türen und Fensterrahmen verziehen. Um die Ursache, sprich die Lokalität der Eintrittsstelle des Wassers zu finden, muss der Verbundsteinplatz über der Friedhofkapelle geöffnet werden. Eines der wenigen grösseren Vorhabens, die auf die Kirchgemeinde zukommen wird.

Hängige Steuereinnahmen führen zu einem Verlust

Die letztes Jahr neu gewählte Kirchenpflegerin – Stefanie Inauen – präsentierte der Versammlung den Abschluss mit einem Verlust von 8’288.07 Franken. Dieser lässt sich durch die verminderten Steuereinnahmen erklären. Durch die Einführung einer neuen Software beim Steueramt, sind zum Zeitpunkt weniger definitive Veranlagungen zu verzeichnen, ausserdem dürfte die Steuersatzsenkung vom vergangenen Jahr ihren Einfluss haben. Zudem kommt neu die Abrechnung der Seelsorgeeinheit von 44’824.27 Franken dazu. Trotz des zu verzeichnenden Rückschlages dürfen die Finanzen der Kirchgemeinde Brülisau als «gesund» bezeichnet werden.

Urs Fritsche nach 12 Jahren verabschiedet

In seiner langjährigen Tätigkeit hat Urs Fritsche insbesondere im Bereich Bauten den Rat mit seiner Fachkompetenz unterstützt. Als Dank für seine wertvolle Arbeit wurde Urs Fritsche symbolisch eine kleine «Turmkugel» überreicht, in welcher sich – wie es sich gehört – ein Dokument befindet. Urs Fritsche war 2020 an der Renovation des Kirchendachs, inklusive Turmkugel und Kreuz wesentlich beteiligt. Glücklicherweise konnte der Kirchenrat im Vorfeld in der Person von Urs Fuchs (Schluecht) der Versammlung einen würdigen Nachfolger vorschlagen, welcher einstimmig als neues Ratsmitglied gewählt wurde. Die verbleibenden Mitglieder, Jonny Dörig (Präsident), Marianne Roth (Aktuarin) und Stefanie Inauen (Kirchenpflegerin) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso bestätigt wurde von den Anwesenden der Beitrag an die Renovation des Klosters Wonnenstein.

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