«Übung mit der langen Leitung»

Die hundertste Hauptübung der Feuerwehr Rüte war für die Beteiligten auch Schweiss treibend.

  • Kein Bild vorhanden.

    Kein Bild vorhanden.

Als Übungsobjekt für die Hauptübung der Feuerwehr Rüte diente die Alp von Regula und Albin Inauen. Mit der Meldung «Brand mit Rettungen, Fähneren 8, Höchstofel, Brülisau» fiel um 13.15 Uhr der Startschuss für den Höhepunkt des Übungsjahrs. Hoch über der Siedlung Bachers auf 1332 m.ü.M. hatte die Übungsleitung verschiedene Herausforderungen geschaffen, um das gelernte Feuerwehrhandwerk der stark verjüngten Mannschaft zu überprüfen. Die Anfangs dieses Jahres beschafften drei neuen Motorspritzen liessen den Schwerpunkt «Wassertransport» vermuten.

In der mit Rauch gefüllten Scheune befanden sich mehrere Personen und Tiere. Die Alphütte stand nahe am Brandobjekt. Ein langer Anfahrtsweg – über 18 Minuten mit dem Tanklöschfahrzeug, auf schmalen, kurvigen Strassen, die letzten zwei Kilometer ungeteerte Kiesstrasse – war zuerst zu bewältigen. Der nächste Hydrant befand sich in Bachers, 200 Höhenmeter tiefer und rund 800 m entfernt.

Die auf dem Brandplatz eintreffenden AdF wurden für die Rettungen Silo und Heustock unter Atemschutz befohlen. Der Brand wurde mit der Wasser sparenden Hochdruckpistole, dem Schnellangriff, in Schach gehalten, unterstützt durch den Hochleistungslüfter. Je zwei Feuerwehrler trieben die Kühe aus der ungewohnten Situation ins Freie, die Schweine wurden aus dem Stall in den bestehenden Auslaufbereich im Freien gedrängt und die Türe verschlossen. Die Alarmsamariter kümmerten sich um die einzeln aus dem Rauch gebrachten Kinder, die ihre Rolle als Bewusstlose mit ganzem Einsatz spielten. Unterdessen hatte die andere Hälfte der rund sechzigköpfigen Mannschaft eine Motorspritze beim Hydrant Bachers gestellt, eine zweite wurde im «Striegel», der letzten Zufahrtsmöglichkeit, in Betrieb genommen. Mit über 800 m Leitung, teils ab Schlauchverleger über die Alpweiden von Hand nach unten gezogen, teils in Zwanzigmeterstücken einzeln über «Chuewegli» nach oben getragen, erbrachten die Feuerwehrleute auch sportlich gesehen eine Höchstleistung.

Bei der anschliessenden Besprechung der geleisteten Arbeit gab es viel Lob und einige Verbesserungspunkte wurden angesprochen. Den traditionellen «Schöblig mit Hedepflsalod» gab’s dann im «Rössli» in Brülisau; vorher besichtigte das Korps die Betriebsanlagen der Wasserkorporation Rüte als wichtigster Löschmittellieferanten der Feuerwehr Rüte.

Weitere Artikel