Trotz Widerstand: 60er-Zone kommt

Gegen die Anordnung einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit auf 60km/h im Gebiet «Rohr» reichten vier Personen mit Wohnsitz in Schwende bei der Standeskommission Rekurs ein.

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Mit öffentlicher Auflage im Appenzeller Volksfreund ordnete das Justiz-, Polizei- und Militärdepartement im Juni 2013 auf der Staatsstrasse Weissbad-Schwende im Bereich des vorgesehenen Quartierplangebiets Rohr, das heisst für die Strecke ab der Mitte der Liegenschaft Au bis zur Mitte der Liegenschaft Zidler, eine Höchstgeschwindigkeit von 60km/h an.
Gegen diese Verkehrsanordnung reichten vier Personen mit Wohnsitz in Schwende bei der Standeskommission Rekurs ein. Sie stellten den Antrag, von der geplanten Signalisation sei abzusehen. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass die Massnahme unnötig sei, eine Verlangsamung des Verkehrs zur Folge habe und ferner das Überholen von landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder anderen langsamen Fahrzeugen beinahe verunmögliche.
Aufgrund eines eingeholten technischen Gutachtens ist davon auszugehen, dass der von der Staatsstrasse ausgehende Verkehrslärm bei Belassen des heutigen Tempos über dem Schwellenwert liegt, der gesetzlich für das Wohngebiet Rohr erlaubt ist. Zudem bringt die geplante Einfahrt ins Quartier zusätzliche Verkehrsgefahren, zumal die Platzverhältnisse keine separierte Einspurstrecke zulassen. Diesen Problemen lässt sich mit vernünftigem Aufwand nur mit einer Anpassung der Höchstgeschwindigkeit Rechnung tragen. Der Rekurs wurde daher abgewiesen.

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