Trotz allem Ja-Parole zum Bürgerheim

Die SVP Appenzell Innerrhoden lud am Dienstagabend zur Landsgemeindeversammlung ein. Anwesend waren 20 Stimmberechtigte, welche sich von vier Standeskommissionsmitgliedern informieren liessen und nach engagierten Diskussionen die Parolen fassten.

  • Ruedi Eberle äusserte sich zur Staatsrechnung. (Archivbild: H9)

    Ruedi Eberle äusserte sich zur Staatsrechnung. (Archivbild: H9)

Frau Statthalter Monika Rüegg Bless stellte den Kreditantrag für die Sanierung und Erweiterung des Bürgerheims vor. Betont wurde, dass es sich bei den im Landsgemeindemandat gezeigten Plänen um eine
Machbarkeitsstudie handle. «Es ist überhaupt nicht gesagt, dass die Realisierung dannzumal so aussehen wird», ergänzte Bauherr Ruedi Ulmann und informierte auch, dass das Haus unter Schutz stehe und man dieses nicht abreissen und durch einen Neubau ersetzen dürfe. Die Pensionskosten werden sich dereinst auf 140 Franken pro Tag belaufen, was dem Rahmen aller umliegenden Institutionen entspreche. Die Nachfrage im Bürgerheim sei gross, so sei man schon wieder auf den Belegungszahlen, die man vor der Pandemie ausweisen konnte, führte Rüegg Bless aus. «Wir investieren in die Verbesserung der letzten Lebensphase unserer Eltern – aber auch von uns. Und wir ermöglichen dem Personal professionelles, effizientes und zeitgemässes Arbeiten», schloss Rüegg Bless ihre Ausführungen. Nach Fragen zu den hohen Planungskosten, Überlegungen zum Standort und der Beheizung und nicht zuletzt nach dem Vorgehen beim Wettbewerb entschieden sich die Anwesenden für die Ja-Parole.

Dem Kredit für die Erstellung eines Geh- und Radwegs entlang der Haslenstrasse wurde zugestimmt. Landammann Roland Dähler verpflichtete sich, an der Landsgemeinde darauf hinzuweisen, dass dieser
Kredit lediglich den Geh- und Radweg betreffe und die gleichzeitig erfolgende Sanierung der Strasse in diesem Betrag nicht beinhaltet ist.

Zu den Verhandlungsgegenständen Waldruhegebiete, Beschaffungswesen und der Fusion der Bezirke Schwende und Rüte, welche von den zuständigen Standeskommissionsmitgliedern vorgestellt wurden,
beschlossen die Parteimitglieder nach kurzer Diskussion ebenfalls die Ja-Parolen. Ruedi Eberles Ausführungen zur Staatsrechnung folgte man mit Interesse. Zu den ausgesprochenen Forderungen nach Steuersenkung äusserte sich Eberle dahingehend, dass Innerrhoden bei den Unternehmenssteuern und den Privatsteuern bereits zu den Kantonen mit den tiefsten Steuerfüssen der Schweiz gehöre und dass Steuersenkungen auch Nachteile mit sich ziehen können. Dazu nannte er den drohenden Anstieg von Bodenpreisen, weil vermögende Zuziehende bereit seien, diese zu zahlen.

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