Totalsanierung des Schulhausplatzes in Brülisau wird dieses Jahr realisiert

Die Schulgemeinde Brülisau stimmte am Freitagabend sämtlichen Sachgeschäften zu. Alle Amtsinhaber wurden bestätigt. Auf die Teilnahme an der Versuchsphase «Schulergänzende Betreuung» wird aufgrund mangelnden Bedürfnisses verzichtet.

  • Markus Streule, Jacqueline Fässler, Katrin Städler, Ueli Neff (es fehlt Martin Dörig). (Bild: Eveline Schiegg)

    Markus Streule, Jacqueline Fässler, Katrin Städler, Ueli Neff (es fehlt Martin Dörig). (Bild: Eveline Schiegg)

Anschliessend an die Kirchhöri eröffnete Schulratspräsident Ueli Neff die ordentliche Schulgemeindeversammlung. Der momentan stattfindende Wandel des gesamten Schulsystems war das grosse Thema der Versammlung. Die von Kassierin Jacqueline Fässler präsentierte Rechnung schloss bei Einnahmen von 1’610’535.57 Franken und Ausgaben von 1’617’532.17 Franken mit einem Verlust von 6’996.90 Franken. Gemäss Budget 2024 wird ein Defizit von zirka 73’000 Franken erwartet.

Schulleitung und Neuausrichtung Zyklus 1

Präsident Ueli Neff erläuterte den Anwesenden die Vorteile, welche eine pädagogische Schulleitung mit sich bringt. Nach der Kündigung von Corinne Hörler ist die Nachfolge nach wie vor noch nicht gesichert. Eine Aufstockung des Pensums sei von Nöten, so Ueli Neff, da die Abdeckung von vier Schulgemeinden mit einem Pensum von 60% nicht bewerkstelligt werden kann. Das Pensum von künftig 50 bis 70% pro zwei Schulgemeinden dürfte sich in der Jahresrechnung mit einem nicht unerheblichen Mehraufwand bemerkbar machen.

Mit Unterstützung der pädagogischen Hochschule St. Gallen wurde die Einschulungssituation im Kanton analysiert. Im Dezember wurden demnach folgende Grundsatzentscheide getroffen: Per Schuljahr 2026/2027 werden die momentanen Schulmodelle im Zyklus 1 durch die Modelle «Kindergarten 3+» und «Basisstufe» ersetzt. Einführungs-, Vorschul- und Kleinklassen wird es ab genanntem Schuljahr nicht mehr geben. Relevant für die Wahl eines Modelles – welches die betreffende Schulgemeinde selbst bestimmt – sind vor allem die Schülerzahlen. Die Schulgemeinde Brülisau steht mit einem Durchschnitt von sieben Schülerinnen und Schülern pro Klasse noch nicht in einer Konfliktsituation. Dennoch wird auf die Entwicklung dieser Zahlen auch für die Schule Brülisau in den kommenden Jahren ein besonderes Augenmerk gesetzt. Der Schulrat wird demnach die zukünftigen baulichen Massnahmen im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit diesem Modell durchführen.

Bauliche Massnahmen

Die Schulgemeinde Brülisau bewältigte in den letzten acht Jahren Investitionen von rund 1,15 Millionen Franken für bauliche Massnahmen. Nach der Komplettsanierung des gesamten Dachgeschosses des Schulhauses vom letzten Jahr, soll dieses Jahr der in Mitleidenschaft gezogene Schulhausplatz seine Erneuerung erhalten. Die dazu veranschlagten 285’000 Franken wurden bereits an der Schulgemeindeversammlung 2023 genehmigt. Durch einen unvorhersehbaren Wasserschaden im Werkraum, wie auch in der Mietwohnung, einem Hagelschaden am Gebäude musste die Ausführung des Projektes, wie auch deren Budgetierung angepasst werden. Nach eingehender Abklärung muss demnach das gesamte Untergeschoss des Schulhauses freigelegt werden. Die alte Sickerleitung aus Beton wird durch eine PVC-Leitung mit grösserem Querschnitt ersetzt. Dementsprechend musste das Projektbudget von 285’000 auf 493’000 Franken angepasst werden. Durch die grosszügigen Spenden der «Patenschaft für Berggemeinden» – welche von Ueli Neff verdankt werden, sowie die bereits getätigten Rückstellungen reduzieren sich die zu erwartenden verbleibenden Kosten für den Schulhausplatz auf rund 67’000 Franken.

Wegfall Härtebeitrag

Die verzögerte Steuerveranlagung des Kantons, aufgrund der Einführung einer neuen Steuerprogramm-Software, widerspiegelten sich – wie in der Rechnung der Kirchgemeinde – auch jene der Schulgemeinde. Trotz der verminderten Steuereinnahmen konnte Kassierin Jacqueline Fässler aber auf ein recht stabiles Jahr verweisen. Die Bildung von 100’000 Franken an Rückstellungen für steigende Schulgelder für die Oberstufe nach Appenzell, die verbleibenden Rückstellungen von 260’000 Franken, sowie der Wegfall eines Härtefallbeitrages dürften für das Jahr 2024 für ein Defizit sorgen. Ebenso ins Gewicht fallen werden die zusätzlichen Kosten für die Schulleitung und die «Anschaffungskosten» Zyklus 1. Betreffend Härtefallbeitrag ist davon auszugehen, dass dieser der Schulgemeinde Eggerstanden, aufgrund der Einführung des «ADL-Systems», zugesprochen wird.

Gremium bestätigt – Steuerfuss bleibt

Das Traktandum vier «Wahlen» konnte zügig abgehandelt werden. So setzt sich der Schulrat wie bisher mit Präsident Ueli Neff, Aktuarin Katrin Städler, Kassierin Jacqueline Fässler und den Beisitzern Martin Dörig und Markus Streule zusammen. Ebenso entschied die Versammlung den Steuerfuss – trotz erwartetem Defizit – bei 64 % zuzüglich 0.7 Promille Liegenschaftssteuer zu belassen.

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