Toni Kuster verabschiedet sich nach 20 Jahren als Pastoralassistent in die Pension

Abschied und Start in einen neuen Lebensabschnitt – unter diesem Zeichen stand am Samstagabend der Gottesdienst im «Pfarrers Garten» in Brülisau.

Das Glöcklein der kleinen, im Wäldchen versteckten Horstkapelle bimmelte fröhlich und rief Gross und Klein herbei. Die Abendsonne fiel durch das Sommerlaub auf den besonderen Platz, die Vögel zwitscherten, ein Mähmotor brummte noch eine Weile und dann läuteten grad die Glocken der Pfarrkirche den Sonntag ein.

Unter dem Blätterdach einer mächtigen Buche hiess Pfarrer Lukas Hidber die Gottesdienstbesucher und besonders die Sechstklässler herzlich willkommen! Diese stehen an der Schwelle in einen neuen Lebensabschnitt erzählte dann Pastoralassistent Toni Kuster mit einem Schwellenbrett in den Händen. Immer wieder überschreiten wir Schwellen im Leben, grosse und kleine, manche ganz bewusst, viele aber fast unbemerkt. Und ein paar Seifenblasen schwebten durch die Luft. Seifenblasen schimmern in allen Farben und lassen einen still werden. Sie sind wie Erinnerungen, aber auch Träume für die Zukunft. Was haben die Sechstklässler nicht alles erlebt in diesen Kinderjahren in der Schule Brülisau. So vieles haben sie gelernt, erfahren, meistens war es lustig und freudig, manchmal aber auch langweilig oder gar kummervoll und traurig. Viele ihrer Erinnerungen und Erfahrungen verrieten sie am Mikrofon. Und dass sie glücklich und dankbar seien, eine tolle Schulzeit in Brülisau, ihrem Dorf gehabt zu haben. Sie lernten zusammenhalten, hilfsbereit und achtsam sein für einander. Das alles hat sie stark und reif gemacht für den nächsten Schritt, der sie nun «is Dof usi» in die Oberstufe führt.
So nah sind Ende und Neubeginn zusammen. Eine Teilstrecke des Lebens ist abgeschlossen, was auch etwas wehmütig stimmen kann. Gleichzeitig freut man sich aber auf neue Herausforderungen, Abenteuer – auf neue buntschimmernde Seifenblasen die auftauchen und wieder verschwinden, jedoch als Erinnerungen zurückbleiben.

Auch Toni Kuster steht an der Schwelle in einen neuen Lebensabschnitt. 20 Jahre lang war er Pastoralassistent in Brülisau und Schwende. Und das mit «Lieb ond Seel!» Er liebt die Menschen, knüpfte Kontakte, motivierte und begeisterte unermüdlich mit vielen kreativen Jdeen! Und was er anpackte klappte auch immer, er sei ein richtiges Organisationstalent, wie Messmer Albert Manser erzählte.
Eine grüne Seele habe der Toni Kuster. Er liebt seinen Garten, verweilt, arbeitet und erholt sich gern darin. Und er fährt leidenschaftlich gern Velo, für beides wird er in Zukunft richtig viel Zeit haben freue er sich! Ruth Fässler und Bruno Streule vom Kirchenrat verabschiedeten Toni Kuster mit einem herzlichen Vergelts Gott und grad mit einem passenden Gutschein – damit könne er sein Velo stets gut in Schuss halten – allzeit gute Fahrt!

Sein Adie-säge fiel Toni Kuster denn auch gar nicht leicht. Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit. Die ersten Kinder, die er getauft hat, kommen bereits aus der Lehre und mehrere Kirchenräte hat er auch erlebt. Nur der Messmer sei als einziger immer noch der gleiche wie er schmunzelnd sagte…Von Herzen dankbar dürfe er viele schöne Seifenblasen, beziehungsweise Erinnerungen aus dieser Zeit mitnehmen. Mit diesen Worten verteilte er allen Kindern «Sääpfeblööteli», worauf die Wehmut des Abschieds sogleich der Vorfreude auf das Neue wich!

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