Tier entdeckt mit Rindertuberkulose

Bei der Fleischkontrolle einer geschlachteten Kuhaus einem Ausserrhoder Landwirtschaftsbetrieb wurde am Mittwoch Rindertuberkulose diagnostiziert.

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Das für den Schlachthof zuständige Veterinäramt informierte den Kantonstierarzt beider Appenzell, der den Landwirtschaftsbetrieb sofort für sämtlichen Tierverkehr mit Nutztieren sperren liess. Wie sich die Kuh angesteckt hat und wie die Tuberkulose auf den Ausserrhoder Betrieb kam, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Auch kann noch nicht gesagt werden, ob sich weitere Tiere mit der Tuberkulose angesteckt haben. Abklärungen und Untersuchungen wurden in mehreren Kantonen der Ostschweiz sofort an die Hand genommen, gestalten sich aber sehr aufwändig und langwierig. Ein erster Augenschein vor Ort durch das Veterinäramt gestern Nachmittag hat gezeigt, dass keine Tiere im Stall klinische Anzeichen der Krankheit zeigen.
Der Mensch kann sich durch den Konsum von Rohmilch oder durch den direkten Kontakt mit einem infizierten Tier anstecken, aber das Risiko ist sehr gering. Milchprodukte aus pasteurisierter oder hocherhitzter Milch und Milchprodukte, die einen Reifeprozess durchlaufen, wie z.B. Hart- oder Halbhartkäse, sind für den Verzehr unbedenklich. Aus dem betroffenen Bestand ist keine Milch direkt zu Lebensmitteln verarbeitet worden.
Die Tuberkulose ist im Frühling in drei Westschweizer Kantonen aufgetaucht. Ob zwischen diesen beiden Ausbrüchen eine Gemeinsamkeit besteht, kann noch nicht gesagt werden. Trotzdem gilt die Schweiz weiterhin als frei von Tuberkulose.

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