Tempolimiten müssen eingehalten werden

Der Rekurs eines Automobilisten, welcher im Tempo 50-Bereich mit 29 km/h zu viel unterwegs war, wurde abgewiesen.

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Ein Automobilist wurde im Rahmen einer im Tempo 50-Bereich durchgeführten Radarkontrolle mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gemessen. Nach Abzug der technisch bedingten Messtoleranz ergab sich eine Überschreitung um 29 km/h. Der Fahrer wehrte sich gegen den angeordneten Führerausweisentzug für drei Monate mit Rekurs. Er machte geltend, er sei von einem nachfolgenden Fahrzeug gedrängt worden. Die Tempoüberschreitung habe nur wenige Sekunden umfasst. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt bei einer Überschreitung der erlaubten Geschwindigkeit im Innerortsbereich um mehr als 25 km/h stets eine schwere Widerhandlung vor, die mit einem Führerausweisentzug von mindestens drei Monaten zu ahnden ist. Die Standeskommission konnte keine Argumente ausmachen, die gegen die angeordnete Massnahme sprachen. Insbesondere kann die Behauptung, die Überschreitung habe nur kurz gedauert, nicht zu einer Reduktion der Entzugsdauer führen. Zum einen handelt es sich bei den angeordneten drei Monaten bereits um die Minimaldauer bei einer schweren Widerhandlung, zum andern kommt es auf die Dauer der Überschreitung grundsätzlich nicht an. Man muss sich jederzeit an die Tempolimiten halten. Das Argument, dass der Autofahrer gedrängt worden sei, verfing ebenfalls nicht. Der Rekurrent hätte den nachfolgenden Fahrer auch passieren lassen können. Das Erhöhen der Geschwindigkeit war in jedem Fall die falsche Reaktion. Der Rekurs wurde abgewiesen.

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