Sucht und Familie: geht das zusammen?

Das 10. Suchtsymposium am Psychiatrischen Zentrum AR war gut besucht. Drei spannende Referate wurden geboten.

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Am Donnerstagnachmittag trafen sich Ärzte, Fachkräfte und Betreuungspersonen unterschiedlichster Stellen zum jährlich wiederkehrenden Suchtsymposium. Der Fokus richtete sich diesmal auf das Thema „Sucht und Familie“ mit Schwerpunkt Alkoholmissbrauch. Nicht ohne Bedauern stellte Irene Abderhalden von Sucht Schweiz die hohe Aktualität des Themas fest angesichts der angelaufenen zahnlosen Revision des Alkoholgesetzes. Sie hielt fest, dass der Alkoholmissbrauch eines Familienmitglieds das ganze soziale Gefüge im Haushalt durcheinander bringt und vor allem die Kinder schwer in Mitleidenschaft zieht: Nur ein Drittel von ihnen bleibt nämlich statistisch gesehen gesund; ein Drittel wird selbst alkoholabhängig, der Rest entwickelt psychische Störungen. Welcher Art Hilfestellungen in solch belasteten Situationen denkbar sind, erläuterten der Sozial-Diplompädagoge Rudolf Klein und der Chefarzt des Zentrums für Suchttherapie in Gütersloh (D). Die Materie ist komplex, Patentrezepte gibt es nicht. Mit leeren Händen gingen die Teilnehmenden trotzdem nicht nach Hause.

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