Strassenbauprogramm genehmigt

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat das 4. Kantonale Strassenbau- und Investitionsprogramm 2023 – 2026 genehmigt. Die Vernehmlassung vom Frühjahr 2022 zeigte eine grossmehrheitliche Zustimmung zu den vorgeschlagenen Projekten.

  • Der Ausbau der Kantonsstrasse Wald-Kaien mit einem Rad- und Gehweg wurde 2019 – 2022 realisiert. (Bild: zVg)

    Der Ausbau der Kantonsstrasse Wald-Kaien mit einem Rad- und Gehweg wurde 2019 – 2022 realisiert. (Bild: zVg)

Das definitive Programm umfasst 29 Ausbauprojekte. Grössere Vorhaben sind die Schliessung der Radweglücke zwischen Waldstatt und Urnäsch, der Neubau einer Brückenverbindung zwischen Speicherschwendi und Rehetobel oder die Umgestaltung der Werdstrasse in Heiden.
Das 4. Kantonale Strassenbau- und Investitionsprogramm 2023 – 2026 umfasst insgesamt 29 Objekte. In den vier Jahren sollen brutto rund 75 Millionen Franken in den Ausbau und Erhalt des Kantonsstrassennetzes investiert werden.

Schwerpunkt Herisau

Das Strassenbauprogramm legt einen Schwerpunkt auf den Verkehrsraum Herisau, welcher die grössten Verkehrslasten trägt. Konkret liegt der Fokus auf der Umsetzung der neuen Bahnhofkreuzung, die noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden kann. Hinzu kommt ein Umbau des Knotens Schwänli und die Sanierung der Kantonsstrassen rund um die Neugestaltung des Obstmarkts.

Ebenfalls enthalten sind die Umgestaltung der Werdstrasse in Heiden, die neue Brückenverbindung zwischen Speicherschwendi und Rehetobel, die Umgestaltung der Dreispurstrecke in Wolfhalden sowie kleinere Projekte in verschiedenen Gemeinden. In sieben Gemeinden sind keine Vorhaben geplant, wobei zum Teil intensive Jahre der Bautätigkeit hinter diesen Gemeinden liegen, etwa in Reute, Wald oder Stein. Der regionale Ausgleich ist trotzdem sichergestellt.

Teufen nicht im Programm

Gegenüber der Vernehmlassung nicht mehr im Programm ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Teufen. Nachdem die Stimmbürgerschaft von Teufen im September 2022 dem Gemeinderat den Auftrag gab, ein Tunnelprojekt als Alternative zur Doppelspur auf der Strecke Stofel-Bahnhof auszuarbeiten, entschieden Appenzeller Bahnen, Kanton und Gemeinde, das Projekt Doppelspur zu sistieren. Es ist innerhalb der Periode 2023 – 2026 nicht realistisch, die Kantonsstrasse der Ortsdurchfahrt Teufen im Zuge des Projekts Doppelspur zu erneuern. Mit der Vorbereitung für das 5. Strassenbauprogramm 2027 – 2030 wird im Verlauf 2025 eine Neubeurteilung vorgenommen. Das deckt sich mit dem Zeitplan der Gemeinde Teufen für die Ausarbeitung eines Bauprojekts für einen Tunnel. Als Ersatz für dieses Grossprojekt hat der Regierungsrat fünf kleinere Vorhaben ins Programm aufgenommen.

In den vier Jahren sollen brutto rund 75 Millionen Franken und netto nach Abzug der Beiträge der Gemeinden und des Bundes rund 62 Millionen Franken in den Ausbau und die Substanzerhaltung der Strasseninfrastruktur investiert werden. Die Finanzierung erfolgt wie gewohnt über die Strassenrechnung. Dem Regierungsrat ist es ein Anliegen, den Kanton verkehrlich voran zu bringen und bei der Werterhaltung des Kantonsstrassennetzes Kontinuität zu zeigen.

Das 4. Kantonalen Strassenbau- und Investitionsprogramm 2023–2026 wird dem Kantonsrat zur Kenntnis gebracht. Die Unterlagen sind auf der Webseite des Kantonsrates unter www.ar.ch/kantonsrat/geschaeftssuche/ abrufbar.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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