Strampeln um das Handy aufzuladen

Kürzlich wurde an der Volksschule in Appenzell Ausserrhoden ein Energietag durchgeführt. Auch die Schule Waldstatt war dabei. Die Schülerinnen- und Schüler der Oberstufe Waldstatt setzten sich einen Tag lang mit dem Thema Energie und Nachhaltigkeit auseinander.

  • Die Schülerinnen und Schüler bastelten Solar-Propeller. (Bilder: zVg)

    Die Schülerinnen und Schüler bastelten Solar-Propeller. (Bilder: zVg)

  • Die Lernenden mussten auf dem Stromvelo lange strampeln, bis ihr Handy aufgeladen war.

    Die Lernenden mussten auf dem Stromvelo lange strampeln, bis ihr Handy aufgeladen war.

  • Thomas Holerdegger, Mitinhaber der Blumer Techno Fenster AG, besichtigte mit den Jugendlichen die Fotovoltaikanlage auf dem Firmendach.

    Thomas Holerdegger, Mitinhaber der Blumer Techno Fenster AG, besichtigte mit den Jugendlichen die Fotovoltaikanlage auf dem Firmendach.

Der Energietag AR wurde zum ersten Mal durchgeführt. Alfred Stricker, Bildungsdirektor, Urs Alder, Präsident und Bruno Eisenhut, Geschäftsführer des Industrievereins AR, statteten der Schule Waldstatt einen Besuch ab.

Das Thema Energie beschäftigt die Gesellschaft: Ob es sich um Fragen der Versorgungsknappheit und der zukünftigen Energieversorgung generell handelt oder ob die Abhängigkeit aufgrund der aktuellen Weltlage in den Fokus gerückt ist: Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Gesellschaft nicht mit derartigen Fragen konfrontiert wird.

Das Departement Bildung und Kultur entwickelte in Zusammenarbeit mit der Appenzeller Industrie die Idee eines kantonalen Energietages. Dieser hatte zum Ziel, die Lernenden für einen sorgsamen Umgang mit Energie zu sensibilisieren und für eine nachhaltige Entwicklung ihren persönlichen Beitrag zu leisten.

Wie wird Energie erzeugt? Wie wird Energie umgewandelt? Was können wir persönlich zum Energiesparen beitragen? Wie funktioniert eine Fotovoltaikanlage? Wie viel Energie braucht es, um ein Handy zu laden? Mit alle diesen Themen befassten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv. Zu zweit bastelten sie ein Funktionsmodell. Mit diesem Solar-Propeller konnte die Umwandlung von Sonnenenergie in elektrische Energie auf einfache Weise verdeutlicht werden.

An einem anderen Ort strampelten die Lernenden auf einem Stromvelo, um ihr Handy zu laden. Die Schülerinnen und Schüler staunten, wie lange es dauert, bis das Handy vollgeladen ist.
Zu guter Letzt erläuterte Thomas Holderegger, Mitinhaber der Blumer Techno Fenster AG, den Jugendlichen in einem spannenden Vortrag die Bedeutung, aber auch grosse Abhängigkeit von erneuerbaren Energien.

Im Anschluss durften die Jugendlichen in Kleingruppen die Fotovoltaik-Anlage auf dem Firmendach besichtigen. Mit bester Aussicht über das Dorf erklärte Holderegger die Funktion und Effizienz der riesigen Anlage. «Würden 50 Prozent aller Dächer mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet werden, würde das den gesamten Energieverbrauch für die Schweizer Bevölkerung sicherstellen», sagte er. Eine Aussage, die zum Nachdenken anregte.

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