Stimmungskanone Geri gab Alles

Mit Geri dem Klostertaler hat am Freitagabend ein Urgestein der Schlagerszene das zweite Pärkli-Openair in Appenzell bestritten.

  • Eindrücke vom Parkli-Openair.   (Bilder: Roger Fuchs)

    Eindrücke vom Parkli-Openair. (Bilder: Roger Fuchs)

Und die Zuhörenden kamen mehr als auf ihre Rechnung. Geri zeigte seine musikalische Vielfalt, indem er nicht nur sang, sondern auch Didgeridoo, Dudelsack, Alphorn, Panflöte, die Steirische Harmonika und das Saxofon auspackte.

Pause regelrecht vergessen

Eigentlich wollte Geri der Klostertaler nach 45 Minuten seine erste Pause einlegen – doch die Stimmung beim Pärkli-Openair in Appenzell war dermassen gut, dass er diese völlig vergass. «Jetzt spiele ich einfach durch und gebe alles» liess er das Publikum mit typischem Geri-Schalk wissen. Nun: Einen ganz kleinen Unterbruch gönnte sich der stolze Lederhosenträger, wie er sich selbst nennt, in seinem vierstündigen Solo-Marathon dann doch noch.

Geri, der sich aus der Klostertaler-Zeit auch zehntausendköpfiges Publikum gewohnt ist, genoss es regelrecht, beim Pärkli-Openair nahe bei den Menschen zu sein. Und man merkte schnell: Wenn er auf der Bühne steht, ist er nur noch für seine Fans da.

Reger Publikumswechsel

Sein Repertoire ist so vielseitig wie die Anwesenden – und dies waren am Freitagabend auch zig Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, fanden parallel zu diesem Konzert doch verschiedenste andere Veranstaltungen im Dorf statt. Viele, die vom Bahnhof herkamen, konnten es nicht lassen, auch mal nur einen kurzen Moment zu verweilen. Immer wieder stimmten dadurch neue Menschen mit ein, wenn Geri seine Titel wie «Das Herz will» oder «Zeig mir den Himmel» zum Besten gab. Eingestreut in sein Programm hatte er zudem diverse Medleys, gespickt mit Erfolgssongs aus der einstigen Klostertaler-Zeit, die zum Mitsingen, Mitklatschen und Mittanzen animierten.

Höhepunkte kündigten sich ebenso immer dann an, wenn Geri Instrumente wechselte. Und das kann der musikalische Tausendassa x-fach, spielt er doch mehr als nur eine Handvoll. Fürs Saxofon-Solo stieg er zwischen seinen Fans auf einen Bartisch und blies, was das Zeugs hielt.

Ein Glücksgriff

Organisator Päddy Schai – notabene seit wenigen Tagen auch der neue Gastropräsident von Appenzell Innerrhoden – ist mit Geri ein Glücksgriff gelungen, der perfekt ins bunte Treiben der Fasnacht hineinpasste. Bei Geri brauchten die Menschen kein farbiges Konfetti herumzuwerfen. Er selbst sorgte mit seiner Art und Vielseitigkeit für unzählige Färbungen bei seinem Auftritt in Appenzell.

Geri der Klostertaler spricht bei Roger Fuchs über seine Karriere:

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  • (Symbolbild: fotolia)

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