Sternsinger sammeln für Indigene im Amazonasgebiet

Das Segnen der Häuser zum Jahresbeginn ist eine alte Tradition. Die Sternsinger tragen die frohe Weihnachtsbotschaft zu den Menschen und sammeln dieses Jahr Geld mit der Aktion Sternsinger für «Gemeinsam für unsere Erde in Amazonien und weltweit».

  • Um den Dreikönigstag herum waren Gruppen von Sternsingern in Herisau unterwegs. (Bild: Werner Grüninger)

    Um den Dreikönigstag herum waren Gruppen von Sternsingern in Herisau unterwegs. (Bild: Werner Grüninger)

Die Sternsinger zogen in Herisau dieser Tage gruppenweise mit königlichen Gewändern von Haus zu Haus, sangen Weihnachtslieder und trugen die frohe Botschaft zu den Menschen. Bei ihren Besuchen versahen sie die Türen der Häuser und Wohnungen mit Kreidezeichen «20*C+M+B+24» und brachten somit den Segen «Christus Mansionem Benedicat» – Christus segne das Haus geschrieben, oder mittels einem angebrachten CMB-Türkleber. Die Aktion Sternsingen ist eine katholische Aktion in ökumenischer und interreligiöser Offenheit, koordiniert durch Missio, das Päpstliche Missionswerk in der Schweiz.

Die rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen im Amazonasgebiet zerstört die Lebensgrundlage indigener Ethnien. Auch ihr kulturelles Erbgut läuft Gefahr in Vergessenheit zu geraten, werden ihre Traditionen und Sprachen doch von der Mehrheitsgesellschaft abgewertet. Die Organisation FUCAI (Fundacion Caminos de Identidad) arbeitet mit Amazonasbewohnerinnen und -bewohnern zusammen, um ihre Rechte zu stärken und die Natur zu schützen. Anlässlich von sogenannten Aulas Vivas (lebendigen Klassenzimmern), kommt es zu einem Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen. Dieser dient der Bewahrung der Kultur und dem rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen im Regenwald.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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