Stefanie Grob an den «Sports Awards» geehrt

Am Sonntagabend sind im Schweizer Fernsehen die besten Sportlerinnen und Sportler der Nation in verschiedenen Bereichen ausgezeichnet worden. Die Innerrhoder Alpinskifahrerin Stefanie Grob durfte sich dabei über die Auszeichnung «SRF 3 Best Talent Sport» freuen.

  • Stefanie Grob wurde am Sonntag vor allem dank ihrer vier Medaillen an der Junioren-WM geehrt. (Archivbild: zVg / GEPA Pictures)

    Stefanie Grob wurde am Sonntag vor allem dank ihrer vier Medaillen an der Junioren-WM geehrt. (Archivbild: zVg / GEPA Pictures)

Den prestigeträchtigen Nachwuchspreis erhielt Stefanie Grob wegen einer herausragenden Saison 2022/23. In dieser hatte sie nicht nur ihr Weltcup-Debüt gegeben und einen Schweizer Meistertitel geholt, sondern auch vier Medaillen an der Junioren-WM in St. Anton gesammelt. Das grosse Highlight der Nachwuchstitelkämpfe war bestimmt die Goldmedaille in der Königsdisziplin Abfahrt. Die unbekümmerte Weissbädlerin wurde auf einen Schlag ins nationale Scheinwerferlicht katapultiert. Das gestiegene mediale Interesse hinderte die Innerrhoderin nicht daran, weiterhin schnell Ski zu fahren. Auch in der aktuellen Saison läuft es Grob gut: Das Trainerteam von Swiss Ski hat der 19-Jährigen in diesem Winter bislang schon drei Weltcup-Einsätze ermöglicht. Für Punkte bei den besten Fahrerinnen der Welt reichte es nicht. Das kann aber noch werden.

Grobs grosses Talent blieb offenbar auch Herrn und Frau Schweizer nicht verborgen. Die Auszeichnung «SRF 3 Best Talent Sport» ist schliesslich ein Publikumsaward, will heissen: Nicht eine Jury hat entschieden, sondern die Schweizerinnen und Schweizer in einem Online-Voting. Grob setzte sich gegen die Fussballerin Iman Beney und den Eiskunstläufer Naoki Rossi durch.

Check über 12‘000 Franken

Die nationale Auszeichnung hat nicht bloss einen grossen symbolischen Wert, an sie ist auch ein Check über 12‘000 Franken der Schweizer Sporthilfe geknüpft. Stefanie Grob strahlte über das ganze Gesicht, als sie am Sonntag in Zürich den Award und den Check entgegennehmen konnte. Für sie sei es nur schon eine Ehre gewesen, nominiert zu sein, sagte das Skitalent vor vollem Saal und dem nationalen Fernsehpublikum. Später im Siegerinterview verriet Grob, dass sie sich noch keine Gedanken gemacht habe, wie sie das Geld einsetzen werde. «Aber es gibt bestimmt einmal etwas anderes zu essen als Schinkengipfeli.»

Mit der Ehrung als beste Nachwuchssportlerin des Landes tritt die 19-Jährige in die Fussstapfen bekannter Namen. So hatte beispielsweise vor zwei Jahren Amy Baserga den Talentpreis erhalten. Mittlerweile ist sie eine gestandene Weltcup-Biathletin.

Dritter Platz für Ehammer

Neben Stefanie Grob war mit dem in Gais wohnhaften Simon Ehammer ein zweiter Sportler aus dem Appenzellerland nominiert. In der Kategorie «Sportler des Jahres» gab es kein Vorbeikommen an Ski-Überflieger Marco Odermatt. Am zweitmeisten Stimmen bekam Samuel Giger, der 2023 das Unspunnen-Schwinget für sich entschieden hatte. Auf dem dritten Platz landete bereits Simon Ehammer.

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