Silvesterchläuse wünschen «e guets Neus»

Wenn der letzte Tag des Jahres auf einen Sonntag fällt, sind die Silvesterchläuse im Appenzeller Hinterland bereits am 30. Dezember unterwegs.

Schon in den frühesten Morgenstunden machten sich die verschiedenen Schuppel auf den Weg. Und während man einem wohlklingenden Zäuerli eines Schuppels lauschte, war die kalte Morgenluft erfüllt vom Klang der Schellen und Rollen aus nah und fern. Das konnte man am vergangenen Samstag vor allem in Stein, Hundwil, Urnäsch, sowie in Teufen und Herisau und wie auf diesen Bildern zu sehen natürlich auch in Schwellbrunn miterleben.

Dieser schöne Brauch zieht jedes Mal viele Schaulustige an. Waren es frühmorgens noch meist Einheimische, gesellten sich im Lauf des Tages immer mehr Auswärtige hinzu. Gar manche nahmen einen langen Weg auf sich, so wie Dietmar aus Bamberg. Die 470 Kilometer nahm er gerne auf sich, wie er erzählte. Denn nachdem er im Internet vom Silvesterchlausen erfahren hatte, wollte er diesen Brauch unbedingt selber erleben und vor der eigenen Fotolinse haben.

Die Gäste genossen das herrliche, fast frühlingshaft anmutende Wetter, welches für die Chläuse jedoch schon eher zu warm war. Ein Silvesterchlaus muss nämlich sehr fit sein, macht er mit seiner schweren prächtigen Last doch viele schweisstreibende Kilometer.

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  • (Symbolbild: fotolia)

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