Schule Oberegg bleibt ohne Pfleger

Ist in Oberegg das Milizsystem in Behörden am Ende? Erste Anzeichen für diese Annahme erhärten sich. Die Kasse der Schulgemeinde ist verwaist.

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Ein voller Saal von Schulbürgern – aber kein einziger Wahlvorschlag für den Ersatz von Sepp Stark, der das Amt des Schulkassiers seit vier Jahren mit erheblichem Zeitaufwand betreute. Er erwähnte denn auch in seinem Rücktrittsschreiben, dass die Schule Oberegg ein Unternehmen mit mittlerweile 50 Lohnempfängern sei. So viel Fronarbeit – Stark sprach von einem halben Pensum – könne einem einzelnen Bürger nicht zugemutet werden, vor allem dann nicht, wenn die breite Masse sich um die Nöte der Institution kaum interessiere. Das Nein zur Steuererhöhung im Vorjahr und die Rückweisung des Neubauprojekts empfinde er als Rückenschüsse, die seine Motivation zur Gratisarbeit definitiv zerstört hätten.

Die Absicht, den Schulrat von 7 auf 5 Mitglieder zu verkleinern, wurde nun in einem Schritt getan: Der Bauverantwortliche, Peter Räss, wurde nicht ersetzt; ein neuer Pfleger steht nicht zur Verfügung. Der fünfköpfige Schulrat muss das Mandat aufteilen oder extern im Mandatsverhältnis erledigen lassen. Die Schulsteuer wurde von 61 auf 65 Prozentpunkte erhöht, um notwendige Unterhaltsarbeiten zu finanzieren und mittelfristig eine ausgeglichene Rechnung zu erzielen.

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