Schock in Stein: Volkskunde-Museum macht dicht!

Paukenschlag in der Appenzeller Museumslandschaft. Das Volkskunde-Museum schliesst ab 2. April 2024 temporär für einen längeren Zeitraum für den Publikumsbetrieb.
Dies führe leider auch dazu, dass die vorhandenen Arbeitsverhältnisse mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis auf wenige Ausnahmen gekündigt werden.

  • Das Appenzeller Volkskunde-Museum muss – vorerst temporär – seine Pforten dicht machen und schliessen. (Archivbild: app24)

    Das Appenzeller Volkskunde-Museum muss – vorerst temporär – seine Pforten dicht machen und schliessen. (Archivbild: app24)

Es sind mehrere Gründe, die zu diesem unerfreulichen Entscheid der Verwaltung geführt haben, schreibt das Volkskunde-Museum in seiner Medienmitteilung.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Museums beschäftigt die Mitglieder der Verwaltung und die Leitung des Museums schon längere Zeit, heisst es. Man habe in den letzten Jahren einiges versucht, das Museum mit kuratorischen Leistungen, guten Sonderausstellungen und einer Neuausrichtung zu positionieren und somit nach schwierigen Covid-Jahren auch finanziell weniger verlustreich zu führen. Zudem habe man viel unternommen, um die finanzielle Basis zu verbessern. «Dies ist uns nicht gelungen», heisst es in der Mitteilung.

Die Zwischenzeit der Schliessung, dieses Time-out, werde genutzt, um sich grundsätzliche Überlegungen über die Zukunft des Volkskunde-Museums zu machen. Es gelte, ein neues Konzept zu entwickeln und auszuloten, in welcher Art, Form, Grösse, mit welchen Schwerpunkten in Inhalt und Vermittlung das Volkskunde-Museum in Zukunft nachhaltig bestehen könne. Entsprechend dem erarbeiteten Konzept, das von der Museumsleiterin in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung gestaltet werden soll, will sich das Volkskunde-Museum baldmöglichst neu ausrichten.

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Kommentare

  1. Wenn man nur ein wenig recherchiert, stösst man beispielsweise auf den Bericht im SG-Tagblatt vom 23.9.21 in welchem der Präsident (Charles Lehmann) ausführt:
    „Es hat keinen Sinn, neue Leute zu suchen, wenn nicht klar ist, in welche Richtung die Reise gehen soll.“
    Lehmann rechnet damit, dass die Strategieentwicklung Mitte November abgeschlossen sein wird.“

    Doch schon im Juni 2022 haben unterschiedliche Vorstellungen zwischen operativer und strategischer Ebene zu Kündigungen geführt.?

    „Die Nachfolgeregelung werde mit wenig Problemen abgewickelt (Zitat Ch.Lehmann 06.09.22 Tagblatt).

    Auch sind die geschilderten Herausforderungen, die als Gründe zur aktuellen temp. Schliessung (Gebäude, Corona) aufgeführt werden, bestimmt im 2021 bestens bekannt gewesen.

    Jetzt, lediglich gute 2 Jahre später, soll eine neuerliche Strategie die nachhaltige Lösung ermöglichen?

    Kurzum:
    Allenfalls lohnt sich-für einen nachhaltigen Erfolg-auch ein wirklich kritischer Blick in den (Präsidenten-) Spiegel.

    Das Musuem verdient eine Zukunft.

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