Schafskälte statt Sommerwetter

Wie Joachim Schug in seinem Wetterblog verrät, wird es schon bald wieder regnerisch und kühl.

  • (Symbolbild: Bigstock)

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Der Mai 2024 ist den meisten wohl eher unfreundlich und nasskalt in Erinnerung. Mit 200 bis (Schwägalp) 345 Millimeter oder Liter pro Quadratmeter war der Wonnemonat in der Region unter dem Strich zu nass. Die Temperaturen waren interessanterweise aber durchschnittlich, bezogen auf die letzten 30 Jahre. Vor 50 Jahren wäre so ein nasskalter Monat noch fast um 2 Grad zu warm gewesen. Die Sonne zeigte sich nicht so oft, es wurden nur 80 bis 85 Prozent der üblichen Stunden erreicht. Und diese fehlenden Sonnenstunden sorgten bei uns eben für das Gefühl eines viel zu kühlen Mais. 

Der Sommer hat aus rein buchhalterischen Gründen am 1. Juni begonnen, dieses Datum ist dem realen Wetter natürlich egal. Nach dem grossen Regen ist der Bodensee jetzt randvoll und in den Hochlagen liegt rekordverdächtig viel Schnee: an der oberen Stütze am Säntis immer noch 535 Zentimeter!

Das Wochenende wird schwül und sehr gewitterhaft, nächste Woche sorgt ein Tief über Mitteleuropa für unbeständiges Wetter mit viel Regen. Dazu wird es wieder kühl und es gibt vorübergehend Schneefall bis 2000 Meter. Das ist für die Jahreszeit aber eigentlich «normal»: die berüchtigte «Schafskälte», die jetzt schon seit vielen Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Früher brachte diese Wetterphase noch Neuschnee bis auf 1500 Meter oder tiefer.

Und der Sommer? Nach Monatsmitte wird es trockener und schöner, die intensive Junisonne sorgt für gefühlt höhere Temperaturen. Der Juli beginnt vermutlich eher durchzogen, die höchsten Temperaturen werden wohl Ende Juli gemessen. Der ganze Sommer 2024 bringt vor allem dem Mittelmeerraum Rekordhitze, während es in Island angenehm kühl bleibt …

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