Säntis: «Identität einer ganzen Region»

«Bücher über den Säntis gibt es viele – aber eine eigentliche Monographie über den Berg fehlte bisher». Am Freitagabend ist diese Monographie im Kleinen Ratssaal Appenzell vorgestellt worden.

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«Säntis – Berg mit bewegter Geschichte» ist ihr Titel: Autor ist Adi Kälin, Historiker, Redaktor bei der NZZ. Die Fotos stammen teils aus Archiven, schwergewichtig aus der Fotosammlung des Museums Appenzell; die neusten Farbfotos, darunter spektakuläre Nachtaufnahmen, steuert Alessandro Della Bella bei; erschienen ist das 256 Seiten umfassende Werk im Verlag «Hier und Jetzt», Baden. Der Verleger Martin Widmer bezeichnete an der Vernissage, ihn würden nicht einfach Viertausender interessieren, sondern «jene Berge, an denen die Identität einer ganzen Region angeknüpft ist».
Auslöser für den Bildband ist eigentlich eine kulturelle Veranstaltung, die «Lange Nacht der Bücher»: Carol Forster vom Bücherladen Appenzell kam damals mit dem Verleger Martin Widmer ins Sinnieren, dass trotz haufenweiser Literatur über den Säntis eigentlich eine Monographie noch fehle. Der Autor kniete sich vorgängig tief und gründlich in alle möglichen Publikationen und Zeitzeugnisse hinein bis zurück zu Pfarrer Gabriel Walser. Er hätte 1000 Geschichten gehabt, so die Bilanz seiner Recherchen. Nun beschreibt er in 12 Kapiteln die Geschichte des Säntis, begibt sich auf die Spuren früherer Bergsteiger, folgt Alpinisten und Gastwirten, auch Wetterwarten. Fakten, Geschichten und Anekdoten sind bunt gemischt. Eine spannende Lektüre und genussvolles Betrachten sind garantiert!

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