Rotbach Chörli Bühler feierte 50-Jahr-Jubiläum mit Gesang und Schwank nach

Die Corona-Pandemie machte auch dem Rotbach Chörli Bühler einen Strich durch die Rechnung: Letztes Jahr hätte es gerne mit der Bevölkerung sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Daraus wurde aber nichts. Die Gelegenheit dazu bot sich am vergangenen Wochenende im Rahmen der beiden Jodler-Unterhaltungen.

  • Das Rotbach Chörli begann den Unterhaltungsabend mit klassischen Zäuerli. (Bilder: Vreni Peterer)

    Das Rotbach Chörli begann den Unterhaltungsabend mit klassischen Zäuerli. (Bilder: Vreni Peterer)

  • Zum 50-jährigen Bestehen wurde ein Schwank zur Chörli-Geschichte gespielt.

    Zum 50-jährigen Bestehen wurde ein Schwank zur Chörli-Geschichte gespielt.

  • Die Sänger stellten Szenen aus der Erfolgsgeschichte nach – etwa die Tournee in Kanada.

    Die Sänger stellten Szenen aus der Erfolgsgeschichte nach – etwa die Tournee in Kanada.

Bei der ersten Aufführung am Samstagabend war das Bedürfnis der Jodlerfreunde sichtbar: Der Gemeindesaal Bühler war bis auf den letzten Sitzplatz besetzt. Die Vorfreude auf einen gemütlichen Abend mit Zäuerli und Liedern lag in der Luft. Man freute sich Bekannte wieder einmal zu sehen und sich auszutauschen. Viele nutzten die Gelegenheit, in der grossen Pause ein Abendessen zu geniessen, das von den Sängern des Rotbach Chörli serviert wurde.

Traditioneller Auftakt

Im ersten Teil des Programms gab das Chörli einige Zäuerli zum Besten. Zwischendurch oder hinten nach gehörte natürlich ein kräftiger Juchzer dazu, der gleich bedeutend war wie ein Freudenschrei darüber, endlich wieder einmal vor so grossem Publikum singen und jodeln zu dürfen. Zu hören im ersten Teil waren auch Kompositionen von Dölf Mettler (Üse Jodel), Edi Gasser (Bärgkristall), Paul Schreiber und Hanny Schenker-Brechbühl (Waldverspräche) und Ueli Moor (Es schöns Daheim). Die Zuhörer zeigten ihre Begeisterung mit kräftigem, anhaltendem Applaus und entliessen das Chörli erst nach einer Zugabe in die Pause.

«De Grossvater het gsäät»

Nach der Unsicherheit zu Beginn des Jahres und den lange ersehnten Lockerungen der Covid-Schutzmassnahmen blieb dem Chörli nicht mehr viel Zeit, ein Programm auf die Beine zu stellen oder zu proben. «Jänu, innerhalb von gut zwei Monaten haben wir auch wieder ein Singspiel aus dem Boden gestampft», sagte Vereinspräsident René Frischknecht. Es trug den Titel «De Grossvater het gsäät». Für den Text und die Regie zeichnete Louis Müller verantwortlich, die Liederkommission war unter anderem für die Auswahl der Stücke besorgt.
Im Mittelpunkt des Geschehens stand der 50. Geburtstag des Rotbach Chörli, das am 12. November 1971 gegründet worden war. Ein Grossvater (gespielt von Louis Müller) erzählte seinem Enkel die Erfolgsgeschichte des Vereins. So wurde auf der Bühne die einstige Gründungsversammlung nachgestellt und es wurde verraten, dass in den ersten 25 Jahren auch Frauen mitsangen.

Auch Auslandreisen

In Erinnerung gerufen wurden auch die anstrengenden Zeiten bei den Aufnahmen im Tonstudio für die fünf Tonträger. Der erste – eine Schallplatte – entstand im Jahr 1985. Nebst unzähligen Auftritten in der Region und der übrigen Schweiz tourte das Chörli 1994 während über zwei Wochen durch Kanada und absolvierte fast jeden Tag einen Auftritt. Gezeigt wurde am Samstagabend auf der grossen Leinwand ein Foto, auf dem die Appenzeller Mannen in Badehosen ein Zäuerli sangen.
Auftritte hatte das Rotbach Chörli auch in Fernsehsendungen wie Happy Day oder Potzmusig. Auf der Bühne nachgespielt wurde zudem die beschwerliche Reise vom Säntis hinunter zur Meglisalp, wo das Chörli einen Auftritt hatte.

Im Rahmen der Unterhaltung erhielt Christoph Wüthrich einen wertschätzenden Dank für seine 20-jährige Tätigkeit als Chörli-Dirigent.

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